Über 1500 Stunden Arbeit für Gottes Lohn

Bei der Sanierung der Pfarrkirche St. Georg beweisen die Arbinger beispielhaften Gemeinschaftssinn
Die Mitglieder der Landjugend beteiligen sich sehr aktiv, hier Michaela Lichtenwimmer (von links), Maria und Andrea Eder, Anna Gaßlbauer sowie Antonia und Johanna Tramonti als Malerinnen.
Die Mitglieder der Landjugend beteiligen sich sehr aktiv, hier Michaela Lichtenwimmer (von links), Maria und Andrea Eder, Anna Gaßlbauer sowie Antonia und Johanna Tramonti als Malerinnen.

Arbing. Umfangreiche Sanierungsarbeiten sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres an der Arbinger Pfarrkirche St. Georg im Gange. Neben den professionellen Handwerkern sind dabei auch viele freiwillige Helfer aus den eigenen Reihen der gesamten Pfarrei im Einsatz. Mehr als 1500 Stunden sind schon für "Gottes Lohn" geleistet worden.

Es geht einerseits darum, dem Gotteshaus ein neues fesches "Außenkleid" zu verpassen. Aber auch im Innenbereich, sprich der oberen Sakristei, wurde mehr oder wenig jeder Stein umgedreht. Jede Menge wurde gebohrt, geschliffen, Kabel und Dosen verlegt sowie geputzt.

Eine "Herkulesaufgabe": Stahlträger für Außenwände

Nachdem die aufwendigen Arbeiten zum "Einkleiden" der Kirche im Spätsommer den Auftakt gebildet hatten, wurden noch rechtzeitig erfolgreich die sehr aufwendigen Dachstuhlarbeiten abgeschlossen. Ein einfarbiges neues Ziegeldach bildete somit bereits zum Jahreswechsel das Fundament, von oben her war die Sache erledigt. Des Weiteren stehen bei der Sanierung noch Putzarbeiten, Entwässerungen und Verbesserungen der Strominstallation im Vordergrund.

 

Ein imposantes Bild bietet der Blick in den renovierten Dachstuhl des Gotteshauses mit Blick nach Osten. −Foto: Hahn
Ein imposantes Bild bietet der Blick in den renovierten Dachstuhl des Gotteshauses mit Blick nach Osten. −Foto: Hahn

Als "Herkulesaufgabe" stellte sich mitunter auch die erfolgreiche Stabilisierung der Außenwände mit Stahlträgern dar. Dies wurde in Eigenregie erledigt und wird sicherlich allen Beteiligten für immer in Erinnerung bleiben, so die hautnah Beteiligten in einem Gespräch mit dem Anzeiger.

Bei regelmäßigen Besuchen auf der Baustelle macht sich auch Bürgermeister Alfred Stockner ein Bild vom Fortgang der Arbeiten, hier mit Kirchenpfleger Martin Schächner (links).
Bei regelmäßigen Besuchen auf der Baustelle macht sich auch Bürgermeister Alfred Stockner ein Bild vom Fortgang der Arbeiten, hier mit Kirchenpfleger Martin Schächner (links).

Begeistert zeigen sich alle Verantwortlichen von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat über das bisher Geschaffene. Vor allem über die Bereitschaft der ehrenamtlichen Mitarbeit für Gottes Lohn. Aus allen Reihen der Pfarrangehörigen kommt Unterstützung und es wird als großes Gemeinschaftswerk in den Annalen der Pfarrei stehen bleiben, dessen sind sich die Verantwortlichen sicher. Denn gerade in den sehr schwierigen Coronazeiten ist ja immer der Blick auf einzuhaltende Hygienevorgaben zu richten. Kräftig und sehr zuverlässig ließen bisher insbesondere auch die Mitglieder der Landjugend ihre Muskeln spielen und möchten, dass sich die Kirche genau wie die 388 Seelen der Pfarrei wieder in neuem Glanz erstrahlt. In nicht weniger als fünf Vorgängen haben sie die aufwendigen Malerarbeiten im oberen Bereich der Außenfassade erledigt.

Fast rund um die Uhr sind die Handwerker vor Ort, hier Helmut Pfaffinger (von links), Thomas Gaßlbauer sen., Reinhard Pillris und Markus Eder beim Einarbeiten der Stahlträger.
Fast rund um die Uhr sind die Handwerker vor Ort, hier Helmut Pfaffinger (von links), Thomas Gaßlbauer sen., Reinhard Pillris und Markus Eder beim Einarbeiten der Stahlträger.

Eine kostenträchtige Sanierungsmaßnahme wie diese bringt viele Zahlen mit sich. Kirchenpfleger Martin Schächner hat sie alle im Blick. Mit sichtlichem Stolz berichtete er – schon vor einigen Tagen –, dass die Schallmauer von 1500 freiwillig geleisteten Stunden bereits geknackt wurde. Natürlich hofft er, dass dies anhält: Denn die große Bereitschaft der Arbinger zum Anpacken findet natürlich auch Gefallen beim wichtigsten Geldgeber, der Finanzkammer der Diözese Passau. Auch die dort Verantwortlichen sind angetan von dem Gemeinschaftswerk der Arbinger. Aus Passau wird die Sanierungsmaßnahme mit einem Kostenschätzungsbetrag von mittlerweile 313744,47 Euro unterstützt. Freilich muss die Pfarrei selbst auch mindestens einen Eigenanteil von 20 Prozent der letztendlich verbleibenden Gesamtkosten aufbringen. Der Eigenanteil soll dabei in hohem Maße mit Eigenleistungen an freiwilligen Hand- und Spanndiensten erbracht werden. Dieses Konto an Arbeitsstunden ist mittlerweile aktuell gut gefüllt, was sich mit einem Wert von 22387,00 Euro errechnet. Jede weitere Stunde der freiwilligen Mitarbeit ist aber auch bis zum Ende der Maßnahme wichtig. Auch Geldspenden, auf die man angewiesen ist, werden gerne angenommen.

 

Angepackt wird demnächst die untere schadhafte Außenfassade, die bereits am gesamten unteren Bereich abgetragen wurde. Verbunden ist diese Arbeit auch mit einer Verbesserung der Außendrainagen und der einen oder weiteren kleinen Maßnahme, deren Notwendigkeit sich dann möglicherweise noch zeigt. Regelmäßig alle vier Wochen gibt es Gespräche und Analysen mit dem Planungsbüro Grassl in Hutthurm (Landkreis Passau). Auch mit der Finanzkammer in Passau bleibt man im Kontakt und wirft mit den dort Verantwortlichen regelmäßig den Blick auf das Budget der Maßnahme. Außer Zweifel steht freilich für alle Beteiligten, dass das Arbinger Gotteshaus schon bald wieder im schönen Glanz erstrahlen wird.− hm Spenden sind möglich aufs Konto der Kath. Kirchenstiftung Arbing: DE75 7016 9530 0300 8137 96, Verwendungszweck Außenrenovierung Kirche Arbing.