Neue Kirche in Indien dank örtlicher Unterstützung

20.168 Euro gespendet – Nur acht Monate Bauzeit

 

Eine Kirche ist nicht nur ein Raum, sondern eine Gemeinschaft, in der wir Nähe und das Zueinander suchen“. Diesen Kernsatz schrieb Pfarrvikar Kumar Yangaladasu im jüngsten Pfarrbrief des Pfarrverbandes Reischach. Eine räumliche Kirche konnte nun in seiner indischen Heimat fertiggestellt werden, an deren Finanzierung sich der Pfarrverband maßgeblich beteiligt hatte.

 

Seit August 2015 ist Pfarrvikar Kumar Yangaladasu im Pfarrverband Reischach tätig, wo seine Arbeit anerkannt und sehr geschätzt wird. Durch Urlaubsaufenthalte hält er den Kontakt zu seiner indischen Heimat aufrecht. Im Februar 2020, gerade noch vor den Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie stellte er einer Reisegruppe aus dem Pfarrverband seine indische Heimat vor. Alle Teilnehmer waren von der Herzlichkeit der indischen Bevölkerung sehr angetan.

Vor drei Jahren war der Heimatbischof von Pfarrvikar Kumar, Joseph Raja Rao Thelagathoti zu Besuch im Pfarrverband. Damals äußerte er den Wunsch, dass in dem Dorf Buthumillipadu in seiner Diözese Vijayawada eine neue Kirche erbaut werden sollte. Dies sei jedoch wegen der Armut der Bevölkerung eine sehr große Herausforderung, weshalb er um Spenden bat. Das Dorf Buthumillipadu gehört zur Pfarrei Kesarapalli im Bundesstaat Andapradesh im Südosten von Indien und zählt rund neunzig Familien, wo der katholische Glaube seit etwa einhundert Jahren aktiv gelebt wird. Die Diözese Vijayawada ist etwa fünf Mal so groß wie die Diözese Passau. Von den rund 4,6 Millionen Einwohnern sind etwa 260.000 Katholiken.

 

Mit dem Neubau der Kirche, die auch als Versammlungsraum dient, konnte nach Lockerung der Corona-Bedingungen in Indien mit der Grundsteinlegung am 29. Juni 2020 begonnen werden. Pfarrvikar Kumar Yangaladasu stand dabei stets in Verbindung mit seiner Heimat und konnte immer Bilder vom Baufortschritt zeigen. Viele Gemeindemitglieder haben dabei unentgeltlich viele wertvolle Arbeitsstunden für dieses einmalige Vorhaben geleistet. Wegen der Corona-Pandemie sind gerade in Indien viele Leute ohne Arbeit und deshalb wurde viel Energie in dieses Kirchenbauwerk gesteckt.

Atemberaubend waren dabei die Gerüstbauten und „Sicherheitsvorkehrungen“, die bei uns unvorstellbar wären. Nun kam die Nachricht, dass die Kirche nach rund achtmonatiger Bauzeit vollendet worden sei. Eine feierliche Einweihung könne jedoch erst nach Abklingen der Corona-Pandemie erfolgen. Trotzdem werden aber schon Gottesdienste in dem neuen Gotteshaus zelebriert.

 

In der neuesten Ausgabe des Pfarrverbandsbriefes übermittelte der Pfarrvikar die Dankesworte seines Heimatbischofs Thelagathoti für die finanzielle Unterstützung für dieses Kirchenbauprojekt. Laut der übermittelten Aufstellung betrugen die Gesamtkosten für dieses gelungene Werk 3.210.000 Rupien, das entspricht rund 39.000 Euro, was hauptsächlich auf Materialkosten beruhen dürfte. Es ist verständlich, dass bei diesen geringen Herstellungskosten die Ausführung nicht den europäischen Normen entspricht.

 

Mein Heimatbischof dankt dem allmächtigen Gott dass die Kirche fertiggestellt ist und dankt auch im Namen aller katholischen Familien für die großartigen Spenden“. Insgesamt, so Kumar Yangaladasu, seien aus dem Pfarrverband Reischach-Arbing-Erlbach-Endlkirchen und Perach 20.168,12 Euro gespendet worden. „Dafür mein herzliches „Vergelt`s Gott“ für Ihr offenes Herz für andere. Dies sei wichtig, dann fühlt man sich getröstet und nicht allein“ so die Dankesworte des Pfarrvikars.

 

 

Stolz präsentiert sich die nahezu fertiggestellte Kirche im indischen Dorf Buthumillipadu, die neunzig katholischen Familien Raum für ihre Religionsausübung bietet. Das Kirchenbauprojekt wurde mit großzügigen Spenden aus dem Pfarrverband Reischach finanziell unterstützt.

 

 

13.03.2021 hok