Mit Hilfe der hl. Korona aus der Krise

Martin Peterbauer sorgt für eine neue Votivtafel mit aktuellem Bezug für das Erlbacher "Kroahäusl"
Pfarrer Ludwig Samereier betrachtet das von Martin Peterbauer organisierte Votivbild mit der hl. Korona und spendete den kirchlichen Segen. −Fotos: Hochhäusl
Pfarrer Ludwig Samereier betrachtet das von Martin Peterbauer organisierte Votivbild mit der hl. Korona und spendete den kirchlichen Segen. −Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Zahlreiche Votivtafeln und Opfergaben zieren das Innere der kleinen Wallfahrtskapelle, auch "Kroahäusl" genannt, in Birnbach bei Erlbach. Am letzten Sonntag kam eine weitere Gedenktafel hinzu: Martin Peterbauer hatte die Idee, eine Votivtafel anfertigen zu lassen, mit der im Namen des Pfarrverbandes Reischach um eine "Erlösung von der weltweiten Geisel des Corona-Virus" gebeten wird. Im Beisein der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger des Pfarrverbandes segnete Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier dieses Bild der hl. Korona und erbat Gottes Hilfe zum Abklingen dieser Pandemie.

Zu Beginn der Andacht vor der Koronakapelle erinnerte Pfarrer Samereier an den Anfang der Corona-Krise, die sich rasch in eine Pandemie ausbreitete, deren Folgen anfangs nicht abzusehen waren. Deutschland und die ganze Welt standen still, es war unbegreiflich, wie das öffentliche Leben zurückgefahren wurde, die Schulen und auch die Kirchen wurden geschlossen und die Einschränkungen sind auch heute noch deutlich zu spüren und es ist noch nicht absehbar, wie lange diese Pandemie noch andauern wird.

Die hl. Korona mit den Attributen Palmen, Stricke und Schwert.
Die hl. Korona mit den Attributen Palmen, Stricke und Schwert.

In dieser schwierigen Zeit reifte in Martin Peterbauer der Gedanke, mit einem Votivbild um Hilfe zum Abklingen der Pandemie zu bitten. Deshalb fertigte er eine Tafel an, entwarf das Motiv und beauftragte den Kirchenmaler Helmut Stöhr mit der künstlerischen Gestaltung des Bildes. Dieses zeigt die jugendliche hl. Korona mit den Attributen ihrer Hinrichtung: Palmen, Stricke und Schwert. Die Legende besagt, dass diese junge Frau wegen ihres Glaubens auf folgende Weise getötet wurde: Mit Seilen wurden zwei Palmen niedergespannt und die junge Frau dazwischen angebunden. Die angespannten Seile wurden mit einem Schwert durchtrennt, so dass die hl. Korona von den emporschnellenden Palmen zerrissen wurde.

 

Das "Kroahäusl" (abgekürzt für Korona-Häusl) ist eine Jahrhunderte alte Wallfahrtsstätte, die gerade in diesem Jahr regen Besuch erfährt, da die Menschen die Hilfe der Gottesmutter und der hl. Korona in ihren Anliegen erbitten. Dies kam auch in den Fürbitten zur Sprache, in denen um Hilfe in den Nöten der Corona-Pandemie und um Hoffnung auf eine baldige Besserung gebeten wurde. Dabei erinnerte Pfarrer Samereier auch an die wertvolle Arbeit aller Ärzte, Pflegekräfte, Rettungsdienste und freiwilligen Helfern. Mit Votivtafeln, Opferkerzen und Devotionalien wird an den Wallfahrtsstätten um Gottes Hilfe bei Gefahren oder Nöten gefleht. So soll diese Tafel auch helfen, so Pfarrer Samereier, dass diese Pandemie bald vorübergehen möge.

Für Martin Peterbauer war es, wie er beteuerte, eine Ehre, ein solches Votivbild zu schaffen. Er erklärte die Legende um die hl. Korona, die er auf einer Tafel, die seitlich aus dem Bild auszuziehen ist, niedergeschrieben hat. Seinen Dank sprach er auch dem Marktler Kirchenmaler Helmut Stöhr aus, der die Tafel gestaltet hat.

Neben den Vertretern der Pfarreien und den Kapellen-Eigentümern, dem Ehepaar Ludwig und Rosalie Grabmaier, begrüßte der Pfarrer auch Korona Förg, deren Namenspatronin im "Kroahäusl" verehrt wird. − hok

 

(ANA vom 13.10.2020)