Güte und Respekt als Türen zur gemeinsamen Zukunft

Pfarrei Erlbach feiert mit acht Jubelpaaren

Erlbach. Die Pfarrei Erlbach hat jetzt ihre Ehejubilare gewürdigt. Bei einem Gedenkgottesdienst verglich Pfarrvikar Kumar Yangaladasu die Ehe mit der Arbeit in einem Weinberg, aus dem nach guter Pflege reife Früchte hervorgehen sollen. Marianne Hölzlwimmer freute sich, dass trotz der Corona-Pandemie diese traditionelle Feier, wenn auch in geänderter Form, doch noch stattfinden konnte. Sie bedauerte, dass von den elf Jubelpaaren drei Paare der Feier aus gesundheitlichen oder privaten Gründen nicht beiwohnen konnten.

Mit 55 Ehejahren sind Katharina und Otto Baumgartner das am längsten verheiratete Jubelpaar der anwesenden Ehejubilare. Dazu gratulieren Pfarrvikar Kumar Yangaladasu und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer. −Foto: Hochhäusl
Mit 55 Ehejahren sind Katharina und Otto Baumgartner das am längsten verheiratete Jubelpaar der anwesenden Ehejubilare. Dazu gratulieren Pfarrvikar Kumar Yangaladasu und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer. −Foto: Hochhäusl

In seiner Festpredigt ging Pfarrvikar Kumar Yangaladasu auf das Evangelium von den Arbeitern im Weinberg ein. Dabei verglich er die Ehe mit der Arbeit im Weinberg, der in Gottes Besitz ist. Den Menschen wird dieser Weinberg anvertraut, dass sie ihn pflegen, um gute Früchte hervorzubringen. Auf die Ehe bezogen bedeute dies, Liebe und Anerkennung für den Partner und die Kinder zu zeigen und diese auch selbst zu erfahren. Dafür solle man dankbar sein und so selbst zum Segen für Andere werden.

 

Dies könne nicht geschehen wenn das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" verfolgt wird. Die großen Konflikte in der Welt zwischen Israel und Palästina, zwischen China und den USA oder den verschiedenen Gruppierungen in Syrien sind Beispiele dieser falschen Anschauung. Für Christen sei nicht maßgebend, "wie der andere mich behandelt", sondern der Nächste soll mit Liebe, Güte und Respekt behandelt werden. Nur das durchbricht den Kreislauf offener oder verborgener Gewalt und nur so können gute Früchte hervorgehen. Dies ist auch in der neuen Enzyklika von Papst Franziskus verankert: "Güte und Respekt, das sind die Türen zur gemeinsamen Zukunft."

Zum Abschluss des Festgottesdienstes, der von Sandra Sallersbeck musikalisch umrahmt wurde, erteilte Pfarrvikar Kumar Yangaladasu allen Jubelpaaren den Einzelsegen und wünschte ihnen noch viele gemeinsame Jahre. Aus der Hand der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden erhielten sie eine Rose, sowie ein Büchlein mit Sprüchen und Gedichten zum Ehejubiläum.

Von den insgesamt elf eingeladenen Jubelpaaren konnte ein Paar das Fest der Diamanten Hochzeit (60 Jahre) ein Paar die Platinhochzeit (55 Jahre) und drei Paare die Goldene Hochzeit feiern. Ein Paar feierte die Messinghochzeit (45 Jahre), ein Paar die Rubinhochzeit (40 Jahre), zwei Paare Perlenhochzeit (30 Jahre), sowie zwei Paare die Silberhochzeit (25 Jahre). − hok

 

(ANA vom 08.10.2020)