17 Paare kommen auf 720 Jahre Ehe

Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin − Pfarrer: "Ernte guter Früchte im Weinberg Gottes"
Alle teilnehmenden Jubelpaare stellten sich nach dem feierlichen Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner (hinten links) und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts) für das Erinnerungsfoto auf. −Foto: Buchberger
Alle teilnehmenden Jubelpaare stellten sich nach dem feierlichen Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner (hinten links) und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts) für das Erinnerungsfoto auf. −Foto: Buchberger

Reischach. Die "Ernte von guten Früchten" im Weinberg Gottes hat Pfarrvikar Kumar Yangaladasu am Sonntagvormittag beim Gottesdienst zum Tag der Ehejubilare in den Fokus seiner Ansprache gesetzt. 17 Jubelbrautpaare, mit 25 bis 55 und insgesamt 720 Ehejahren, waren eingeladen, 15 davon kamen auch in die Pfarrkirche St. Martin und lauschten den Worten des Geistlichen.

Uns Menschen sei der Weinberg anvertraut, damit wir gute Früchte brächten, sagte er in Fortsetzung des vorher verkündeten Evangeliums. Neben all den Dingen, die wir zum Leben brauchten und aus der Erde gewännen, seien dies Liebe und Anerkennung anderer Menschen. Sie machten unser Leben lebenswürdig. "Wenn wir Liebe und Anerkennung erfahren, dann können wir dankbar sein", so der Pfarrvikar. Und diese Dankbarkeit schließe den Wunsch ein, selbst fruchtbar zu sein, selbst zum Segen für andere zu werden.

 

"‚Güte und Respekt – Türen zur gemeinsamen Zukunft"Auge um Auge, Zahn um Zahn, so sei der Dauerkonflikt etwa zwischen Israel und den Palästinensern, zwischen China und den USA, zwischen den Gruppen in Syrien zu verstehen, so Yangaladasu: "Wie du mir, so ich dir". Aus dieser Wechselwirkung sollten wir uns durch Gott, durch Jesus Christus und seine Botschaft befreien lassen. "Es darf für mich als Christen nicht maßgebend sein, wie der andere mich behandelt, sondern ich will unabhängig davon dem anderen mit Liebe, Güte und Respekt begegnen". Nur dies könne den Kreislauf der offenen und verborgenen Gewalt durchbrechen, betonte er. Dies seien die guten Früchte, die Gott von uns erwarte. "Güte und Respekt, das sind die Türen zur gemeinsamen Zukunft", diese Worte gab der Geistliche den Jubelpaaren mit seinen Glückwünschen für den weiteren gemeinsamen Lebensweg mit.

Begrüßt worden waren die Jubelpaare eingangs von der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, Edith Brunner. Sie verglich in ihren Glückwunschworten die Ehe mit einem Haus: Das Fundament seien die Eltern, die vier schützenden Wände seien Liebe, Treue, Verantwortung und Partnerschaft. Die Türen und Fenster stellten die gemeinsame Kommunikation dar, das Mobiliar die Atmosphäre, die wichtig für das Eheglück sei. Das Dach des Hauses symbolisiere die Beziehung des Menschen zu Gott. Ohne dieses würde das Haus bald morsch und brüchig werden, möge es ansonsten auch noch so gut gebaut sein, so Edith Brunner.

Nach dem Gottesdienst und dem Segen für jedes einzelne Paar durch den Pfarrvikar am jeweiligen Sitzplatz, überreichte Brunner jeder Jubelbraut zur Erinnerung an diesen Tag eine rote Rose. Eine besonders feierliche Note erhielt der Gottesdienst durch die musikalische Umrahmung der neuen Formation "Glorify" unter der Leitung von Sieglinde Weiherer.

Das sonst übliche gemütliche Beisammensein der Jubelbrautpaare nach dem Gottesdienst musste indes aus Corona-Gründen entfallen. Es soll aber nach den Worten der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden im Rahmen der Feier für die Ehejubilare des kommenden Jahres nachgeholt werden – sofern dies wegen der Pandemie möglich sein wird, wie sie hinzufügte. − mbu

Verheiratet seit: 55 Jahren: Regina und Georg Ingerl, Gertraud und Siegfried Meßner sowie Maria und Franz Maier.
50 Jahren: Maria und Johann Höfl, Anna und Engelbert Höfl, Anna und Johann Rauscheder, Anna und Anton Diensthuber, Hermine und Xaver Kasböck, Agnes und Otto Saliter sowie Rosa Maria und Johann Kurz.

40 Jahren: Rosmarie und Johann Kaiser sowie Maria und Johann Vorbuchner.
25 Jahren: Anita Kasböck und Konrad Sigrüner-Kasböck, Anna Maria und Lorenz Kellhuber, Marion und Thomas Wimmer, Ute und Hans-Peter Walter sowie Bettina und Erich Meyer.

 

(ANA vom 06.10.2020)