Jahrzehnte im Dienst der Kirche

Irmgard Rothenaicher als Mesnerin verabschiedet – Ein Team soll ihre Arbeit fortsetzen
Am reich geschmückten Erntedankaltar bedanken sich (v.l.) Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl, Pfarrer Ludwig Samereier und PGR-Vorsitzende Marianne Hölzlwimmer bei Irmgard Rothenaicher mit Urkunde, Blumen und Geschenken für ihre Jahrzehnte lange Arbeit im Dienst der Kirche. −Foto: von Sallersbeck/Hochhäusl
Am reich geschmückten Erntedankaltar bedanken sich (v.l.) Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl, Pfarrer Ludwig Samereier und PGR-Vorsitzende Marianne Hölzlwimmer bei Irmgard Rothenaicher mit Urkunde, Blumen und Geschenken für ihre Jahrzehnte lange Arbeit im Dienst der Kirche. −Foto: von Sallersbeck/Hochhäusl

Erlbach. Der Erntedankgottesdienst am Sonntag war der Rahmen, um Irmgard Rothenaicher als jahrzehntelange Mesnerin zu verabschieden. Seit rund 40 Jahren hat sie das Geschehen in der Erlbacher Kirche mitgeprägt. Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl sowie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer sprachen ihren Dank für ihr Wirken aus und ehrten sie mit Geschenken.

Pfarrer Ludwig Samereier stellte einen Bezug zwischen Erntedankfest und dem Wirken von Irmgard Rothenaicher her. Er bezeichnete es als großes Geschenk, dass es solche Menschen wie Irmgard Rothenaicher gibt. Die Pfarrei Erlbach sei ihrer Mesnerin zu großem Dank verpflichtet. Sie unterstützte ihren Mann Michael, der 30 Jahre lang das Amt des Kirchenpflegers ausgeübt hatte, in allen Belangen. Dieser war auch 22 Jahre als Mesner tätig und erfuhr dabei stets die Unterstützung durch seine Frau. Als dieser 2016 starb, trat Irmgard Rothenaicher offiziell das Mesneramt an und führte dies gewissenhaft und mit großer Überzeugung aus. Zu ihrer Aufgabe zählte neben dem Dienst am Altar unter anderem auch die Pflege der Kirchenwäsche und vieler anderen Arbeiten. "Wenn ich ein Amt annehme, dann mach ich es auch gewissenhaft" so der Kommentar der Mesnerin.
Auch Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl dankte Irmgard Rothenaicher: "Du hast deine Arbeit mit Überzeugung gemacht und die Bezahlung hat sicher nur einen geringen Teil der geleisteten Arbeit abgedeckt". Dazu zählte auch der Blumenschmuck in der Kirche, die Verteilung der Bistumsblätter, die Vorbereitung der großen Kirchenfeste, der Aufbau der Weihnachtskrippe und des Heiligen Grabes, die Vorbereitung für Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen und vieles mehr. Die vielen Arbeiten, die Irmgard Rothenaicher bisher alleine bewältigt habe, könne künftig eine Person nicht mehr ausführen. Aus diesem Grund soll ein Mesnerteam gebildet werden, um die Arbeiten auf mehrere Schultern zu verteilen.

 

Unter dem großen Applaus der Kirchenbesucher überreichten Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl und PGR-Vorsitzende Marianne Hölzlwimmer eine Urkunde, sowie Blumen und Geschenke an ihre Mesnerin, die nun in den "kirchlichen Ruhestand" gehen wird. − hok

 

(ANA vom 17.09.2020)