"Mit dir will ich alt werden"

21 Paare kamen zum Ehejubilarstag der Pfarrei Reischach

835 Jahre Ehe auf einem Foto vereinigt: Die Teilnehmer des Jubilarstages in der Pfarrkirche St. Martin mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts).  − Foto: Vilsmaier

Reischach. Zum Ehejubilarstag sind 21 Paare der Einladung der Pfarrei gefolgt. Sie bringen es gemeinsam auf 835 Jahre Ehe. Der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, der vom Singkreis mit schwungvollen Liedern umrahmt wurde, zelebrierte Ortsgeistlicher Pfarrer Ludwig Samereier.

In seiner Predigt stellte er drei Aussagen in den Vordergrund, wie Menschen sie treffen könnten, die lange vermählt sind: Zum einen "Du bist das Beste was mir passieren konnte". Von großen gegenseitigem Respekt und Grund zur Freude zeugt dieser Ausspruch. Zum anderen: "Mit dir möchte ich alt werden". Leben miteinander in Tagen der Jugend, der Arbeit, der Krankheit und in Tagen des Alters. Ein Beweis, dass auf menschliche Worte Verlass ist. Und zum Dritten: "Ohne dich bin ich nur ein halber Mensch". Viele Ehepaare seien einander zutiefst ans Herz gewachsen und gingen als gutes Team durchs Leben.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer gratulierte allen Jubelpaaren und dankte für ihr Kommen. In unserer schnelllebigen Zeit gäben vor allem die Ehejubilare ein gelebtes Zeugnis für Verlässlichkeit und Beständigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Zum Abschluss des Gottesdienstes spendete Pfarrer Samereier paarweise den Einzelsegen, zudem gab es für jede Dame eine rote Rose.

Hochzeitsfotos an der Wand − der Höhepunkt Im Anschluss trafen sich die Paare zum Frühschoppen im Pfarrheim. Mitglieder des Pfarrgemeinderates übernahmen wie jedes Jahr wieder die Bewirtung der Gäste. Für gute Unterhaltung sorgten Sieglinde Weiherer und Klaus Hölzlwimmer mit zwei vorgetragenen Liedern sehr zur Freude der Anwesenden.

Als Höhepunkt der Feier erwies sich einmal mehr die gemeinsame Betrachtung der mitgebrachten Hochzeitsbilder mittels Projektor. Eine kleine Zeitreise zurück ließ die Paare in Erinnerungen schwelgen und so manche Anekdote sorgte für Erheiterung einer frohgestimmten Runde. − red

 

(ANA vom 26.10.2012)