Ruhestandspfarrer lebt seit 2002 im Priesterhaus



 

„Herzlichen Glückwunsch“: Herbert Vilsmaier (links) gratuliert Johann Forster. (Foto: Nischler)




Reischach. Eine ganze Reihe von Gratulanten hat der Ruhestandspfarrer Bischöflich-Geistlicher Rat Johann Forster am Freitag aus Anlass seines 80. Geburtstages empfangen. Unter ihnen war auch 1. Bürgermeister Herbert Vilsmaier. Er übergab je eine Flasche Wein und Sekt sowie einen Gutschein und wünschte im Namen der Gemeinde alles Gute.
Forster wurde am 26. November 1930 im Reischacher Ortsteil Petzlberg geboren und wuchs dort mit einer Schwester auf. Auch sie war unter den Gratulanten. Nach dem Besuch der Volksschule in Reischach wollte der Jubilar eigentlich als Gärtner in Piesing arbeiten. Aber nachdem ihn Sr. Magrina zu einer Lichterprozession nach Altötting mitgenommen hatte, reifte in ihm der Entschluss, Pfarrer zu werden.
Zum 1. Dezember 1945 meldete ihn Pfarrer Straubinger dann zum Priesterseminar in Passau an. Die Primiz wurde am 2. Juli 1961 in Reischach gefeiert. Seine erste Pfarrei war Untergriesbach im damaligen Landkreis Wegscheider Land, dort wirkte er noch als Kooperator. Als Pfarrer wirkte Johann Forster als nächstes in der Pfarrei Burgkirchen/Alz. Danach ging’s in den Bayerischen Wald, für 20 Jahre war die Pfarrei Langfurth-Schöfweg seine Heimat. Auch in der Pfarrei Wurmannsquick hat er 20 Jahre in seiner Berufung als Pfarrer gewirkt.
2002 trat er in den Ruhestand und kehrte wieder nach Reischach zurück. Seither lebt er im Priesterhaus im Josef-Straubinger-Weg. Immer mit dabei ist seit 47 Jahren als „gute Seele“ seine Pfarrhaushälterin Margarethe Hansbauer, die jedermann Gretl nennt.
Bischöflich-Geistlicher Rat Johann Forster erfreut sich noch immer guter körperlicher und geistiger Gesundheit und konzelebriert Sonntags und auch während der Woche noch die Gottesdienste. Die tägliche Lektüre des Anzeigers, das Lösen von Kreuzworträtseln und Fernsehen zählen weiter zu seinen Hobbys.  - red

(ANA vom 30.11.2010)