Weihe für den neuen Ambo

Martin Peterbauer hat "Tisch des Wortes" für Antoniuskirche geschaffen


Der Meister und sein Werk: Mit Martin Peterbauer (von links) freuen sich Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier und Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber über die Aufwertung der Antoniuskirche. Neben dem Ambo präsentiert sich die überarbeitete Osterleuchte.  − Foto: Buchberger

Der Meister und sein Werk: Mit Martin Peterbauer (von links) freuen sich Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier und Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber über die Aufwertung der Antoniuskirche. Neben dem Ambo präsentiert sich die überarbeitete Osterleuchte.  − Foto: Buchberger

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Reischach. "Soll das Werk den Meister loben! Doch der Segen kommt von oben." Zutreffender als zur Fertigung des neuen Ambo für die Antoniuskirche hätte das Zitat aus Friedrich Schillers Gedicht "Das Lied von der Glocke" nicht sein können.

Endlkirchens Kirchenpfleger Martin Peterbauer hat ein beachtliches Kunstwerk für Reischachs Nebenkirche geschaffen. Am Donnerstagabend ist der "Tisch des Wortes", so die kirchliche Bedeutung des Ambo, im Rahmen eines Abendgottesdienstes von Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier im nahezu gefüllten Kirchengebäude geweiht worden. Wie Samereier anmerkte, sind diese Gegenstände – schon in der Urkirche verwendet − im Mittelalter verschwunden und durch die Kanzel ersetzt worden. Erst seit dem zweiten vatikanischen Konzil vor 50 Jahren würde das "Wort Gottes" wieder am Lesepult verkündet, viele Ambonen seien seit dieser Zeit neu geschaffen worden.

Angepasst an die barocken Formen Sein Dank galt dem "Künstler" Martin Peterbauer für sein in barock gehaltenes "äußerst gelungenes" Werk aus Holz für die 315 Jahre alte Kirche – aber auch dem "Projekt-Antreiber", Reischachs Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber. "Es freut mich sehr, dass sich in unseren Reihen solche Künstler und Ideengeber befinden", sagte Samereier wörtlich. Angepasst an die barocken Formen und Säulen passe sich das Ambo auch farblich perfekt vor dem Hochaltar ein.

Es sei nach der Klause Engfurt, den Nebenkirchen Berg und Steinhausen bereits der vierte Ambo, das Peterbauer geschaffen habe, so Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber in seinen Dankesworten, jetzt brauche man nur noch eines für die Nebenkirche St. Koloman in Kirchhaunberg. Er hoffe dabei noch sehr auf den "Zankl", so der landläufige Name Peterbauers, er sei "günstig und noch voller Schaffenskraft", wie Demmelhuber augenzwinkernd anmerkte.

Seinen Respekt zollte er auch dem Marktler Kirchenmaler Helmut Stöhr für seine kunstvollen Arbeiten "an diesem schönen Stück", bis hin zur effektvollen Marmorierung, aber auch Ortsheimatpfleger Alois Stockner habe seinen Teil zum guten Gelingen beigetragen. Die ebenfalls durch Peterbauer und Stöhr überarbeitete alte Osterleuchte erhielt bei dieser Gelegenheit gleich Gottes Segen mit.− mbu

 

(ANA vom 16.04.2012)