"Schätze, die von innen glänzen"

Jubilarstag der Pfarrei Reischach: 16 Paare bringen es zusammen auf 870 Jahre Ehe – Festgottesdienst und gemütliches Treffen

Zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier (hintern) und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellen sich die Ehejubilare dem Fotografen. Einige Paare waren verhindert, an der Feier teilzunehmen. − F.: Hochhäusl Zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier (hintern) und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellen sich die Ehejubilare dem Fotografen. Einige Paare waren verhindert, an der Feier teilzunehmen. − F.: Hochhäusl

Reischach. "Edelmetalle leuchten von außen, Ihr Jubelpaare aber leuchtet von innen": Diese Feststellung hat Pfarrer Ludwig Samereier bei seiner Predigt zur Feier der Reischacher Ehejubilare getroffen. Dazu hatte die Pfarrei Reischach alle Ehepaare eingeladen, die in diesem Jahr ihr 25-, 40-, 50- und 55-jähriges Ehejubiläum feiern. Zusammengerechnet kommen die 16 Paare, die teilnahmen, auf 870 Ehejahre.

Im Anschluss an den Festgottesdienst erteilte der Ortsgeistliche allen Paaren den Einzelsegen. Der Pfarrgemeinderat hat anschließend alle Ehejubilare im neu renovierten Pfarrheim bewirtet. Dabei wurden manche Erinnerungen an die Hochzeiten wachgerufen.

Eingangs des Gottesdienstes begrüßte Edith Brunner als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates die 16 anwesenden Jubelpaare mit einem Zitat aus der Enzyklika "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus: "Die Liebe eines Paares ist ein entscheidender Faktor für das Leben der Menschen in Familie und Gesellschaft. Sie sei der Grundstock einer jeden Ehe".

In seiner Predigt ging Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Ehe ein. Die Liebe bedürfe eines langen Reifeprozesses, besonders wichtig sei die Annahme des Partners mit seinen Stärken und Schwächen. Mit der Hochzeit werde der Schritt in ein neues Leben gewagt, in dem großes Vertrauen, aber auch persönliche Freiräume wichtig seien. Wichtig seien ausführliche Gespräche, realistisches Erkennen von schwierigen Situationen und ein objektiver Blick in die Zukunft. "Seid dankbar, dass Ihr zueinander gefunden habt, für alles gemeinsam Geschaffene und für Eure Familien" so der Ortspfarrer. Zum Abschluss des Gottesdienstes, der vom "Reischacher Singkreis" unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer mit passenden Liedern umrahmt wurde, erteilte Pfarrer Ludwig Samereier allen Jubelpaaren noch den Einzelsegen, wobei er lobende und aufmunternde Worte an die Paare richtete. Aus der Hand von Pfarrgemeinderatsmitgliedern erhielten sie noch eine Rose.

Anschließend hatte der Pfarrgemeinderat zum Weißwurstfrühstück in den neu geschaffenen Pfarrsaal eingeladen. Zur Unterhaltung trugen Edith Brunner, Hilde Baumer und Pfarrer Ludwig Samereier mit lustigen Geschichten und Begebenheiten bei. Auch Jubilar Karl Zwyrtek hatte ein Gedicht vorgetragen, das er eigens für diese Feier geschrieben hatte. Manche Erinnerungen wurden wach, als Hochzeitsfotos gezeigt und diese von den Jubelpaaren kommentiert wurden. So war vor 50 Jahren der Wunsch eines Brautvaters, die Hochzeit müsse am Abend zu Ende sein. Begründung: "Weil da ein wichtiger Boxkampf von Cassius Clay im Fernsehen übertragen wird!"

Alle Jubelpaare fanden großes Gefallen an dieser Einladung durch die Pfarrei Reischach und hoffen, bei der nächsten Feier wieder dabei sein zu können. − hok


Die Jubelpaare:

25 Jahre (Silberhochzeit): Silvia und Robert Schmucker, Elisabeth und Peter Piskaty, Waltraud und Richard Mooshammer, Iris und Johann Vitzthum, Sonja und Alfred Stockner sowie Christa und Lorenz Baisl.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Anna und Herbert Prinz, Christine und Karl Berger, Margerita und Johann Köpf, Rosmarie und Heinrich Freibuchner, Irmgard und Franz Kagerer sowie Christa und Ludwig Menhart.

50 Jahre ("Goldhochzeit"): Franziska und Georg Kellhuber, Erna und Lorenz Reischl sowie Annemarie und Johann Grübl.

55 Jahre ("Juwelenhochzeit"): Theresia und Wolfgang Opitz, Therese und Markus Hautzinger, Irmengard und Alois Stockner, Ursula und Sebastian Werkstetter, Aloisia und Konrad Köpf sowie Josefa und Karl Zwyrtek.

 

(ANA vom 16.10.2017)