Zum Tod von Sr. Berlindis

Sr. Berlindis Koppenberger

Sr. Berlindis Koppenberger

Reischach. Sr. Berlindis Koppenberger, die viele Jahre in Reischach lebte und dort auch eine Kindergruppe leitete, ist dieser Tage im Alter von 78 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Gestern wurde sie in Neumarkt in der Oberpfalz beigesetzt.

1999 war Schwester Berlindis nach Reischach gekommen − eigentlich sollte es ihr Ruhestandssitz sein. Doch untätig war sie nie. Sie war ein Allroundtalent in der Pfarrei, leitete Schülergottesdienste, verrichtete Mesnerdienste, war Lektorin und Kommunionhelferin und bastelte mit Geschick Kerzen für jeden Anlass. Mit viel Menschlichkeit, Offenheit, Liebe und Verständnis für Kinder organisierte und gestaltetet sie die Kindergruppenstunde, die sie im Pfarrheim einmal wöchentlich abhielt. Eine Reihe von Auszeichnungen ist ihr zuteil geworden, die höchste davon ist die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Sie bekam sie im Mai 1996 verliehen. Auch eine Ehrenurkunde in Gold des Gemeinderates von Oberammergau gehört zu ihren Auszeichnungen. Vor fünf Jahren, wurde sie zusammen mit der zweiten Niederbronner Schwester in Reischach, Schwester Klara Franziska Schiebel, von der Pfarrei Reischach verabschiedet, um in Frensdorf bei Bamberg in einem ordenseigenen Haus noch kleinere Dienste zu übernehmen. Ein Jahr zuvor hatten beide ihr 50-jähriges Ordensjubiläum gefeiert. Zwischenzeitlich erinnert eine Gedenktafel am Schwesternhaus an das langjährige Wirken der Niederbronner Schwestern in Reischach, die insgesamt 67 Jahre lang im Kindergarten und in der ambulanten Krankenpflege gearbeitet hatten.

(ANA vom 19.7.2011)