Erlbach: Viel Lob für eine aktive Pfarrei

Berichte und Ehrungen bei Pfarrfamilienabend – Zuvor Dankgottesdienst mit Domkapitular Striedl



 

Als Vorbeter fungiert Josef Weidinger (links) seit mehr als 20 Jahren bei Bittgängen und Prozessionen. Pfarrer Ludwig Samereier würdigt seine Verdienste mit einem Geschenk. − F.: Hochhäusl

Als Vorbeter fungiert Josef Weidinger (links) seit mehr als 20 Jahren bei Bittgängen und Prozessionen. Pfarrer Ludwig Samereier würdigt seine Verdienste mit einem Geschenk. − F.: Hochhäusl

Erlbach. Viele Worte des Lobes für die Verantwortlichen der Pfarrei Erlbach sind beim Pfarrfamilienabend aus dem Mund von Domkapitular Hans Striedl gekommen. Neben den Berichten von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung stellte sich auch die neue Leitung des Kindergartens vor. Pfarrer Ludwig Samereier ehrte mehrere Personen, die sich um die Pfarrei verdient gemacht haben, mit einem Präsent. Ein lustiger Sketch und eine Bilderschau rundeten das Programm ab.

Im Vorfeld hatte Domkapitular Hans Striedl zusammen mit Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier einen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche zum Abschluss von deren umfangreichen Renovierung gefeiert. In seiner Predigt stellte Hans Striedl einen Bezug zum Heiligen Franz von Assisi her, dem in einer Vision gesagt wurde: "Stelle das Haus Gottes wieder her". Auch in Erlbach hätten Handwerker zusammen mit freiwilligen Helfern das Gotteshaus umfangreich renoviert. Bei diesem Gottesdienst, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Kanon-Messe" feierlich umrahmt wurde, erteilte Domkapitular Striedl der renovierten Orgel den Segen.

"Hauptamtlich Ehrenamtlicher" – so wurde Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl humorvoll von Bernadette Pfeffer als "Beauftragte des Bischofs für das Ehrenamt" ausgezeichnet. − F.: Stilla Hochhäusl

"Hauptamtlich Ehrenamtlicher" – so wurde Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl humorvoll von Bernadette Pfeffer als "Beauftragte des Bischofs für das Ehrenamt" ausgezeichnet. − F.: Stilla Hochhäusl

Beim anschließenden Pfarrfamilienabend im Gasthaus Huberhof freute sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, über rund 80 Besucher. In ihrem Rückblick erinnerte sie an die Vorbereitung der großen Kirchenfeste, sowie für Bittgänge und Prozessionen. Eine Herausforderung sei immer die Organisation für das Pfarrfest und das Fest der Ehejubilare. Erfolgreich war das Adventssingen mit allen Erlbacher Chören, sowie mehreren Instrumentalgruppen. Es werden immer die Geburtstagsjubilare besucht, außerdem nahmen die Mitglieder des Pfarrgemeinderates an Bildungs- und Einkehrtagen teil.

Als neue Leiterin des Kindergartens stellte sich Melanie Gartmeier vor. Zusammen mit der neuen Krippenleiterin Michaela Eder erklärte sie, wie ein Tag im Kindergarten abläuft. Ihre Ausführungen hatten sie mit interessanten Bildern präsentiert. In der Kindertagesstätte "St. Petrus" werden derzeit 47 Kinder betreut, als integrative Einrichtung können auch Kinder mit "Defiziten" bestens gefördert werden. Auch für Schulkinder steht der Kindergarten für die Mittagsbetreuung offen.

"2016 – Schicksalsjahr für die Pfarrei" Als Schicksalsjahr bezeichnete Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl das Jahr 2016: Im Januar war das Kirchenverwaltungsmitglied Gerhard Rinner im Alter von erst 48 Jahren verstorben. Seine guten Ideen und sein handwerkliches Geschick würden dieser Einrichtung sehr fehlen. Im April verstarb auch Michael Rothenaicher, der 30 Jahre lang das Amt des Kirchenpflegers und anschließend das Mesneramt inne hatte.

Alljährlich muss die Kirchenverwaltung mit der Erstellung der Haushaltspläne die finanzielle Vorplanung für Kirche, Friedhof und Kindergarten machen, fuhr Hochhäusl fort. So hat zum Beispiel der Kindergartenhaushalt ein Volumen von rund 290000 Euro. Eine "bittere Pille" war nach den Worten des Kirchenpflegers die Kostenbeteiligung für das neue Pfarrbüro in Reischach: "Diese 20000 Euro sind jedoch gut angelegt, ist doch dieses Büro ein Vorzeigeobjekt im gesamten Bistum", so Hochhäusl.

Die Kosten für die mittlerweile abgeschlossene Kirchenrenovierung samt Sanierung der Orgel bezifferte er auf rund 227000 Euro. Davon habe die Pfarrei rund 80000 Euro aufzubringen. Dank der hohen Spendenbereitschaft und der vorhandenen Rücklagen sei die noch bestehende Finanzierungslücke überschaubar.

Um das Gesamtbild des Kirchenareals abzurunden, wurde auch die Friedhofsmauer noch von freiwilligen Helfern saniert. Insgesamt wurden 550 Arbeitsstunden eingebracht. Seien Dank richtete der Kirchenpfleger an alle, die dieses Vorhaben mit Geld- oder Arbeitsleistung unterstützt haben.

Sketch wurde mit viel Applaus bedacht Auch Bischöflich Geistlicher Rat, Pfarrer Ludwig Samereier richtete seinen Dank an das gesamte Kirchenpersonal, die Mitglieder von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, sowie an alle Helfer, die für die Pfarrei tätig sind. Mehreren Personen, die sich um die Kirchenrenovierung bemüht haben, dankte er mit einem Präsent. Auch Josef Weidinger, der seit rund 20 Jahren bei Bittgängen, Prozessionen und Wallfahrten als Vorbeter fungiert, überreichte er zum Dank einen Geschenkkorb. Erfreut zeigte sich der Pfarrer darüber, dass der Leiterinnen-Wechsel im Kindergarten problemlos erfolgt ist.

Mit einem Sketch lockerten in der Folge Bernadette Pfeffer und Brigitte Spateneder das Programm auf:Die "Beauftrage des Bischofs für das Ehrenamt" sollte in den Pfarreien Nachforschungen über diese Tätigkeit anstellen. Dabei erhielt sie die Auskunft, dass in Erlbach viel derartige Arbeit geleistet werde. So fungiert zum Beispiel der Kirchenpfleger als Bürokraft, Bauhelfer, Rasenmäher oder Schneeräumer in Personalunion. Zum Dank erhielt dieser die neueste bischöfliche Auszeichnung als "Hauptamtlich Ehrenamtlicher". Diese Aufführung wurde als sehr gelungen empfunden und mit viel Applaus quittiert.

Ehe der interessante und aufschlussreiche Pfarrfamilienabend mit einer Bilderrückschau zu Ende ging, lobte Domkapitular Hans Striedl mit freundlichen Worten die Arbeit, die in der Pfarrei Erlbach geleistet wird. Er sei überrascht und tief beeindruckt und nehme viele positive Eindrücke mit nach Hause. − hok

 

(ANA vom 5.11.2016)