Flüchtlinge in Reischach

 

Den nachfolgenden Beitrag hat Theresia Demmelhuber, Religionspädagogin im Pfarrverband Reischach, verfasst.

 

Auch im Pfarrgebiet Reischach wohnen mittlerweile in zwei Unterkünften Flüchtlinge. In der Brandmühle haben in der ehemaligen Krämerei fünf Ehepaare mit drei kleinen Kindern Wohnung bezogen und in Reischach wohnt in der Öttinger Straße ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern.

Die Flüchtlingsfamilien kommen aus Nigeria, Eritrea, Somalia, Syrien, Afghanistan und dem Irak. Ein Junge aus der Brandmühle besucht inzwischen mit großer Freude unseren Kindergarten.

 

Die Flüchtlingsfamilien werden vom Reischacher Asyl Helferkreis begleitet und betreut. Der Helferkreis besteht aus ca. 35 Personen und hat sich auf Anregung der beiden Sozialreferenten des Gemeinderates, Regina Kaiser und Christian Unterstrasser, gebildet.

 

Im Helferkreis kümmern sich zunächst Paten um die persönlichen Belange der Flüchtlingsfamilien, unterstützen z. B. im Einzelfall bei Arzt- und Behördengängen, aber auch bei den alltäglichen Problemen des Lebens in Deutschland.

 

Darüber hinaus organisiert der Helferkreis Kleider- und Spielzeugspenden, Fahrräder und Radfahrkurse, Versorgung mit Internet usw.

 

Dreimal in der Woche bietet der Helferkreis Alphabetisierungs- und Deutschkurse an. Zunächst fanden die Deutschstunden im Gemeinschaftsraum in der Brandmühle statt. Da der Platz dort aber sehr beengt ist, wird der Unterricht nun in der ehemaligen Hauptschule stattfinden. Während des Unterrichts kümmern sich Helfer um die Kleinkinder.

 

Am Neujahrstag trafen sich Mitglieder des Helferkreises, Nachbarn und spontan Entschlossene im Moseranwesen in der Brandmühle zu einem kleinen „Neujahrsempfang“. Auch beim Faschingszug am Faschingssonntag waren einige Flüchtlinge als Zuschauer mit dabei. In Zukunft wird der Helferkreis immer wieder Treffen organisieren, bei denen stets auch sonstige interessierte Dorfbewohner herzlich willkommen sind.

 

So wie bei allen, die in unsere Pfarrei neu zuziehen, liegt es auch hier an den „Neuen“, den ersten Schritt auf die Dorfgemeinschaft zu tun. Nur wenn man weiß, dass jemand Neuer da ist und der dies auch will, kann er mit eingebunden und integriert werden. In unseren Verbänden ist dies immer wieder zu beobachten.

 

Meinem Eindruck nach sind die Flüchtlingsfamilien sehr offen und dankbar für jegliche Hilfe und freuen sich auch, wenn sie in das Dorfleben mit hereingenommen werden. Zwar ist die Sprache ein großes Handicap, aber ich bin immer wieder ganz überrascht, was sich doch alles ohne Worte mitteilen lässt. Schon ein Gruß, eine kleine Hilfe beim Einkaufen oder Straße Überqueren macht das Leben in unserem Dorf doch lebens- und liebenswert – egal welche Hautfarbe jemand hat.

 

Mehr und aktuelle Infos, z.B. auch über Aktionen und eine Bedarfsliste finden sich auf der

 

Homepage des Helferkreises Asyl Reischach.

 

Kontakt Website: Katharina Werkstetter

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Gerne können Sie sich auch bei mir melden, wenn Sie Fragen haben oder vielleicht sogar mithelfen wollen. Sie sind herzlich willkommen!

 

Theresia Demmelhuber

Religionspädagogin im Pfarrverband Reischach,

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