Konvent im Zeichen des Jubiläums

MC: 41 Sodalen bei Versammlung im Reischacher Hof – Präfekt Stefan Burghart wird Schirmherr

 

Der Schirmherr für das Jubiläum: Präfekt Stefan Burghart. − F.: mbu

Der Schirmherr für das Jubiläum: Präfekt Stefan Burghart. − F.: mbu

Reischach. Ihr 250-jähriges Gründungsfest wird die Marianische Männerkongregation (MC) Reischach im September feiern. Dementsprechend stand dieses Ereignis auch beim Konvent am Dienstagabend im Gasthaus Reischacher Hof im Fokus aller Ausführungen.

Derzeit werde die Obmannschaft mit der Ausarbeitung der Feier und einer Festschrift richtig auf Trab gehalten, berichtete MC-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck den 41 anwesenden Sodalen, darunter auch etliche aus benachbarten Ortsverbänden. Eine wichtige Personalie für das große Fest ist indes schon geklärt: die Schirmherrschaft wird der Altöttinger MC-Präfekt Stefan Burghart übernehmen, er war auch beim Konvent zugegen.

Zudem wurde den Sodalen auch eine weitere Neuigkeit präsentiert: Maria Vorbuchner, die Fahnenmutter von 1991, dem Jahr des 225-jährigen Jubiläums, hatte für das jetzige Jubeljahr eine große Festkerze gestiftet, darauf das Emblem der MC Reischach. Geweiht wurde die Kerze beim vorausgegangenen Mariä-Lichtmess-Jahramt mit Blasiussegen in der Pfarrkirche St. Martin. Den feierlichen Gottesdienst für die verstorbenen MC-Mitglieder zelebrierte Kapuziner-Provinzial Bruder Marinus Parzinger, zusammen mit dem Altöttinger MC-Präses Bruder Georg Greimel sowie dem Arnstorfer Pfarrer Bernhard Saliter, der aus Reischach stammt.

Sigrüner-Kasböck, aber auch Schriftführer Benjamin Auer blickten in ihren Berichten auf das abgelaufene Jahr zurück. Ein Zehn-Punkte-Programm ließen die beiden Revue passieren, vom Einkehrnachmittag im Januar in Altötting bis zum namensgleichen Ereignis zum Jahresende in der Pfarrkirche. Bedauert hatten beide, dass der Jahresausflug an den Chiemsee wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden musste. In der Vorschau wies Sigrüner-Kasböck, neben den Festivitäten im September, auf die kommende Maiandacht hin. Erstmals werde diese am Pfarrheim stattfinden, sagte er, dazu mit anschließendem Konvent und Bewirtung. Besonders erwähnt hatte der Obmann auch den kommenden Ehrentag der Jubilare im April in Altötting. Gleich acht Reischacher Sodalen würden dabei für 60 bis 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Das abgelaufene Jahr habe einen moderaten Überschuss der Einnahmen beschert, berichtete Kassier Johann Peterbauer. Die MC-Kasse weise damit zum Vorjahr einen um knapp 600 Euro höheren Geldmittelbestand auf.

Den Mitgliederbestand bezifferte der Kassier auf aktuell 227 Sodalen, damit um sieben Personen weniger als im Vorjahr. Gestorben waren im Geschäftsjahr sechs Sodalen, war aus dem Bericht zu entnehmen. Nachdem Kassenprüfer Hans Vorbuchner eine "sehr ordentliche Buchführung" bescheinigte, wurde die Obmannschaft einstimmig entlastet.

Auf die aktuelle Mitgliederzahl ging auch der designierte Schirmherr Stefan Burghart in seinen Grußworten ein: Er hege den Wunsch, bis zum großen Jubiläum im Herbst die Zahl von 250 Sodalen in Reischach vollzumachen. In seiner kommenden Schirmherren-Funktion freue er sich schon auf das schöne Rahmenprogramm. Burghart erinnerte an die Zeit vor 250 Jahren – einer spannenden und schweren Epoche: Er frage sich öfter, was die Menschen damals bewogen habe, wie in Reischach eine MC zu gründen. Die Antwort sehe er im damaligen Leben voll tiefstem Gottvertrauen und Glauben, beides hätte sich für sie als Anker erwiesen.

Die magische Mitgliederzahl "250" brachte auch Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier ins Gespräch. Sein Appell und seine Bitte: Jeder solle ein neues Mitglied anwerben. Er hoffe, dass das "größte und längste Jubiläum, das ich feiern darf" neuen Schwung in die Reischacher Sodalen-Gemeinschaft bringe.

Grußworte sprachen auch Bruder Marinus Parzinger und Bruder Georg Greimel. Während Parzinger über aktuelle Sorgen und Nöte im Kapuzinerorden sprach, nahm der Altöttinger MC-Präses zwei Gedanken auf: zum einen das Jubiläum mit viel vorbereitender Arbeit, das für die nächsten Jahre und Jahrzehnte dem Ortsverband neue Impulse gäbe. Zum zweiten das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit", es sei ein Geschenk der Kirche an die Gläubigen und eine Gnade von Gott, sagte er. − mbu


(ANA vom 5.2.16)