Festgottesdienst mit Fahrzeugweihe

Pfarrfest-Erlös für Kirchenrenovierung – Dachstuhl wird derzeit saniert



Als Spendenkasse hat Kirchenpfleger Martin Peterbauer (links) ein maßstabgerechtes Modell der Filialkirche "St. Michael" detailgetreu angefertigt, das er mit Pfarrer Ludwig Samereier beim Endlkirchener Pfarrfest vorgestellt hatte. − Fotos: Hochhäusl

Endlkirchen. Unter besten Voraussetzungen hat die Pfarrfiliale Endlkirchen ihr Pfarrfest in Öging gefeiert. Rund 200 Gäste aus dem gesamten Pfarrverband wurden von der Kirchenverwaltung, die von zahlreichen Helfern unterstützt wurde, bestens bewirtet. Der Erlös dieses Festes ist ein finanzieller Baustein zur Renovierung des stark geschädigten Dachstuhles der Filialkirche "St. Michael". Dem Fest vorangegangen war ein Gottesdienst mit anschließender Fahrzeugweihe.

In einem Weihegebet erbat Pater Kishore den Segen für alle Autos, Traktoren und Motorräder, die vor dem Feuerwehrhaus in Öging aufgestellt waren, und besprengte sie mit Weihwasser. Besonders für die bevorstehende Urlaubszeit bat er um besonderen Schutz für die Lenker dieser Fahrzeuge, damit sie vor Unfällen verschont bleiben sollen. Pater Kishore Reddy Gade wird den Pfarrverband im August verlassen und in seine indische Heimat zurückkehren.

Die Fahrzeughalle der Feuerwehr Endlkirchen sowie das Festzelt boten Platz für die rund 200 Gäste, die aus dem gesamten Pfarrverband erschienen waren. Alle Hände voll zu tun hatten die Mitglieder der Kirchenverwaltung mit ihren zahlreichen Helfern, um all die Gäste mit einem reichhaltigen Mittagstisch zu verwöhnen. Auch das Kuchenbüfett bot eine reichhaltige Auswahl an leckeren "Kalorienbomben", Kücheln und sonstigen Leckereien.

Der scheidende Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade segnete die zahlreich vorgefahrenen Fahrzeuge und erbat für deren Lenker Schutz vor Unfällen und Gefahren.

Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier dankte Kirchenpfleger Martin Peterbauer für sein großes Engagement um die Sanierung des maroden Dachstuhles der Kirche "St. Michael". Diese Kirche sei eine der ältesten im weiten Umkreis. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte den Dachstuhl dieser Kirche nach einer dendrochronologischen Untersuchung auf das Jahr 1438 datiert. Es sei deshalb "eine große Pflicht und Aufgabe, dieses Kulturdenkmal zu erhalten", so der Ortspfarrer. Er dankte auch den zahlreichen freiwilligen Helfern, die diese Renovierung mit viel Arbeitsleistung unterstützten. Wie Kirchenpfleger Martin Peterbauer erläuterte, sind die festgestellten Schäden weit größer als bisher angenommen. So muss ein Großteil des Gebälkes ersetzt werden, was mit einem großen Arbeitsaufwand und Kosten von voraussichtlich 210000 Euro verbunden ist.

Davon hat die Filialpfarrei einen Anteil von rund 73000 Euro zu tragen und ist somit auf Spenden angewiesen. Als Spendenkasse hat der handwerklich überaus begabte Kirchenpfleger ein detailgetreues Modell der Filialkirche "St. Michael" angefertigt, das beim Pfarrfest seine "Premiere" erfahren durfte. Somit bildete dieses Pfarrfest einen "Baustein" zur Finanzierung der Kirchenrenovierung. − hok

 

(ANA vom 30.07.2015)