Ehrung für die Kirchenpfleger

Martin Peterbauer seit 1988, Ludwig Demmelhuber seit 1994 in dem Amt

 


Zu ihren Jubiläen beglückwünschte nicht nur Pfarrer BGR Ludwig Samereier (von links) Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, sondern auch sein Amtsvorgänger Heribert Unterhuber. − F.: Buchberger

Reischach/Endlkirchen. Seit 20 Jahren ist Ludwig Demmelhuber als Kirchenpfleger der Pfarrgemeinde St. Martin für die Kirchenverwaltung Reischach tätig, ein Vierteljahrhundert bereits dessen Kollege Martin Peterbauer für die Endlkirchener Filialkirchenstiftung St. Michael. In feierlichem Rahmen mit Festessen hat die große Pfarrgemeinde die beiden Jubilare am Freitagabend im Gasthaus Berger geehrt.

Pfarrer BGR Ludwig Samereier hatte als Gastgeber dazu eine Reihe von Gästen der Kirchenverwaltungen, des Pfarrgemeinderates und des Kindergartens begrüßt. Unter diesen befand sich auch Samereiers Vorgänger, Pfarrer BGR i.R. Heribert Unterhuber, mit ihm hatten die Geehrten den Löwenanteil ihres ehrenamtlichen Wirkens für die Pfarrei verbracht.

In der Laudatio bestätigte Samereier den beiden Jubilaren eine "Riesenbegabung", es stecke ein "enormer Antrieb" dahinter. Beide seien ein Glücksfall für die Pfarrgemeinde, die ihre Arbeit immer mit Weitblick und mit den Augen des Glaubens sehen würden. "Ihr seid’s einfach Christen vom Boa weg", sagte der Geistliche im unverkennbar bayerischen Dialekt. Beide hätten ihr aufwändiges Amt als Kirchenpfleger neben den beruflichen und familiären Pflichten übernommen, wie etwa Demmelhuber als Direktor der Raiffeisenbank, Peterbauer als Landwirt. Sie hätten dies in einer Art und Weise getan, "von der man nur träumen kann". Sowohl in ihren jeweiligen Fähigkeiten wie auch als Persönlichkeiten würden sie sich in ihrer Arbeit kongenial ergänzen: Demmelhuber als "Herr der Zahlen und Finanzen", Peterbauer als Mann, der einfach alles könne. "Das stimmt nicht ganz – singen kann er nicht", warf Unterhuber hier scherzhaft ein.

Tatsächlich sind die beiden aber schon länger im "Kirchengeschäft": Demmelhuber bereits 39 Jahre als Mitglied der Kirchenverwaltung, seit acht Jahren auch Mitglied des Diözesan-Steuerausschusses in Passau. Peterbauer weist sogar schon eine sechs Jahre längere Mitgliedschaft in der Kirchenverwaltung auf. Beide Jubilare haben in den Jahrzehnten ihres Schaffens für die Pfarrgemeinde die ihnen anvertrauten kirchlichen Gebäude innen sowie außen grundlegend "auf Vordermann" gebracht und dabei viele Finanzmittel bewegt. Ein besonderer Verdienst Demmelhubers ist es zudem, die Zufahrtsrechte für alle fünf Nebenkirchen der Pfarrei notariell gesichert zu haben.

Aktuell steht für Reischach die Erweiterung des Pfarrhofes und dessen energetische Sanierung an. Peterbauer indes hat gerade die Verwirklichung behindertengerechter Kirchen-Toiletten auf der Agenda. Daneben frönt er immer noch seinem langjährigen Steckenpferd, dem Schnitzen von Heiligenfiguren und Feldkreuzen. "Das alles trägt euren Stempel", sagte Samereier. Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichte er den beiden Kirchenpflegern Ehrenurkunden, sowie jeweils einen kleinen finanziellen Beitrag für deren in diesem Jahr geplanten Urlaubsreisen.

Für die Ehefrauen Tilly Demmelhuber und Christine Peterbauer hatte der Geistliche Rosensträuße parat, sie seien ein "Dankeschön" dafür, dass sie den Geehrten immer den Rücken für ihre aufwendige Tätigkeit freihalten würden.

"Geistvolle" Dankesgeschenke in flüssiger Form gab es schließlich für die beiden auch aus der Hand von Dr. Josef Brunner, als Vorsitzendem der Reischacher Kirchenverwaltung und dessen Kollegen Heinrich Freibuchner von der Endlkirchener Filiale. Launige Dankesworte und Glückwünsche richtete freilich auch Ruhestandspfarrer Unterhuber an seine verdienten "Mitstreiter" vergangener Zeiten. Er hoffe, dass die beiden ihre großartige Arbeit noch ein paar Jahre weitermachen könnten. Weil: "Nicht nur der Pfarrer profitiert davon, sondern die ganze Pfarrei". − mbu

 

(ANA vom 9.2.2015)