Kindergarten im neuen Glanz

Feierliche Eröffnung des umgebauten Kindergartens in Perach

 

Großzügig, hell und freundlich präsentiert sich der komplett umgebaute Kindergarten in Perach.

Perach. Nach nur knapp einem halben Jahr Bauzeit und einer Woche Testlauf hat die Gemeinde Perach den umgebauten Kindergarten St. Antonius am Sonntag nun auch offiziell eingeweiht. Um die Kleinkindplätze von bisher zehn auf 21 aufzustocken, musste vor allem eines her: Mehr Platz. Für dieses Ziel hatte sich sogar der Gemeinderat "vertreiben" lassen.

Ganz neue Punkte stehen nun im ehemaligen Sitzungssaal im Gemeindehaus auf der Tagesordnung: Spielen, Singen und Basteln. Dafür hat der Peracher Nachwuchs jetzt viel mehr Platz. Zuvor waren die Kinder im ersten Stock und in einem Teil des Erdgeschosses untergebracht.

Bereits seit einer Woche tummeln sich Kinder in den neuen Räumen und sind mit der neu gewonnenen Freiheit sehr zufrieden, versichert Kindergartenleiterin Annemarie Luger: "Bisher war oben einfach alles zu beengt. Oben haben wir jetzt mehr Platz für die unter Dreijährigen. Die Ausstattung ist zwar größtenteils gleich geblieben. Wir haben jetzt aber eine Wickelkabine im ersten Stock und ein neu gestaltetes Bad."

Die Kindergartenkinder lauschten bei der Eröffnung Pfarrer Ludwig Samereier und den anderen Rednern gespannt. − Fotos: Schlierf

Auch Bürgermeister Georg Eder ist ganz begeistert davon, was der Peracher Architekt Franz Heilmeier aus dem alten Gemäuer gemacht hat: "Wir hätten nicht gedacht, dass der Eingangsbereich so hell wird." Nun hofft Eder, dass die Kinder ähnlich aufblühen wie ihre Umgebung, schließlich setzt er größte Hoffnungen in das neue Domizil: "Wenn wir es schaffen, die Kinder zu begleiten und ihre Fähigkeiten zu fördern, sind wir eine familienfreundliche Gemeinde. In Verbindung mit der Schule ist die Zukunft von Perach gesichert."

Insgesamt bietet der Kindergarten nun Platz für 55 Kinder in den beiden Regelgruppen sowie 21 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Mit Blick auf die Nachfrage war die Aufstockung dringend notwendig, erklärt Bürgermeister Eder: "Für die bisher zehn U3-Plätze sind die Anmeldungen explodiert. Vor drei Jahren hatten wir kaum Kleinkinder, aber inzwischen haben wir mehr Anmeldungen als bisher Plätze da waren."

Kindergartenleiterin Annemarie Luger und ihr Team sind vor allem froh, dass die Umbauarbeiten ein Ende gefunden haben. Während in den alten Gruppenräumen gearbeitet wurde, mussten die Kinder ihre Tage seit Anfang September nämlich im Keller verbringen. Was trist klingt, sei für die Kinder aber gar nicht so schlimm gewesen, versichert Luger. Im großen Mehrzweckraum sei schließlich jede Menge Platz gewesen zum Spielen und Schlafen. Die Handwerker hätten "immer Rücksicht genommen, wenn die Kleinen Mittagsschlaf gehalten haben und sich für diese Zeit Arbeit gesucht haben, die weniger Lärm gemacht hat", bedankte sich die Chefin des Kindergartens.

Wände leise einzureißen ging allerdings nicht. Nötig war es trotzdem, denn wo der Bürgermeister seine Einweihungsrede hielt, hatte noch vor einigen Monaten eine Mauer gestanden. Und auch sonst hat sich baulich viel verändert. Zur Eröffnung begrüßte Eder neben vielen anderen auch Gemeinderätin Silvia Friedl, die sich beim Umbau besonders engagiert hatte, und Barbara Ertl, die als Fachberaterin der Caritas Passau für die Region Altötting zuständig ist. 40 Prozent des Defizits finanziert die Caritas Passau. Mit rund 250000 Euro seien die Baukosten laut Eder im Rahmen. Etwa 52 Prozent der Kosten fördert der Freistaat Bayern.

Mit den besten Wünschen für die Mitarbeiter übergab Orts-Caritasvorstand Josef Ringlbauer den Kindergarten bei der Eröffnungsfeier in die Hände der Kinder: "Ich hoffe, dass diese Räume den Kindern über viele Jahre eine zweite Heimat werden. Die bescheidenen und beengten Verhältnisse haben nun ein Ende. Ein großzügig geplantes und ausgestattetes Haus gehört nun ganz unseren Kindern." Den Segen der Kirche brachte Pfarrer Ludwig Samereier mit in den katholischen Kindergarten. Danach hatten alle Gäste Gelegenheit, den Umbau eingehend unter die Lupe zu nehmen. − ps

 

(ANA vom 03.12.2014)