Informativer und geselliger Pfarrfamilienabend

Erlbacher Gremien berichten über ihre Tätigkeiten – Information von Pfarrer Ludwig Samereier über die Caritas

 

Mit Urkunden und Blumen bedankten sich Pfarrer Ludwig Samereier (hinten links), Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Marianne Hölzlwimmer (hinten von rechts) bei Anna Englsperger, Rosa Reiter und Christa Gartmeier (hinten 2. bis 4. von links), sowie Johann Stamberger (vorn von rechts nach links), Brigitte Gartmeier und Irmgard Rothenaicher für ihre treuen Dienste im Sinne der Pfarrei Erlbach. − Foto: Salzinger

Erlbach. Informationen aus erster Hand vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung haben die rund 60 Besucher des Erlbacher Pfarrfamilienabend im Gasthaus Prostmeier erhalten. Ortsgeistlicher Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier berichtete von seiner Begegnung mit Bischof Dr. Stefan Oster und klärte die Besucher über die Geschichte und Aufgaben der Caritas auf. Lustige Einlagen und eine Bilderschau rundeten den Abend ab.

Pfarrfest: Regen – und trotzdem guter BesuchDie Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, freute sich über den guten Besuch und berichtete von der Arbeit des Gremiums, das in diesem Jahr neu gewählt worden war. In mehreren Besprechungen hatte der Pfarrgemeinderat nach ihren Worten die Gestaltung der großen Kirchenfeste, Bittgänge und Feiern geplant. Sie bedauerte, dass das Pfarrfest nicht unbedingt vom Wetter begünstigt war. Trotz Regens sei aber der Besuch gut gewesen und man habe alle Speisen und Kuchen verkaufen können.

Mehr als 20 Kinder hatte der Pfarrgemeinderat im Rahmen des Ferienprogrammes beschäftigt, sagte Marianne Hölzlwimmer weiter. Auf dem Anwesen der Familie Viellehner in Sulzberg hätten die Kinder töpfern, Brot backen und Würstchen grillen können, sowie die Zeit mit Spielen verbringen. Beim Ehejubiläum konnten zehn Jubelpaare bewirtet und unterhalten werden.

Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl berichtete, dass der von der Kirchenstiftung betriebene Kindergarten derzeit von 42 Kindern besucht wird, davon zwölf in der neuen Kinderkrippe. Der Kindergarten biete derzeit acht Arbeitsplätze. Die für dieses Jahr geplante Orgelsanierung sei aus zuschusstechnischen Gründen verschoben worden. Für das kommende Jahr ist die Sanierung des Dachstuhles der Pfarrkirche, sowie ein Neuanstrich des Kirchturmes vorgesehen, sagte Hochhäusl weiter. Der Kirchenpfleger erbat für diese Maßnahme schon jetzt Mithilfe bei den Arbeiten, sowie finanzielle Unterstützung.

Beim dringend notwendigen Anbau des Pfarrbüros in Reischach, sowie bei der energetischen Sanierung des Pfarrhofes müssten sich laut Pfarrverbandsstatut alle Mitgliedspfarreien finanziell beteiligen, so Hochhäusl weiter. Die Pfarrei Erlbach müsse dafür voraussichtlich rund 18000 Euro aufbringen. Wegen der in der eigenen Pfarrei vorgesehenen Maßnahmen sei dies eine "bittere Pille".

Viel Applaus erhielt der "Pfarrchor" für ein Lied, das dieser zur Melodie "Ein Jäger aus Churpfalz" vorgetragen hatte. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung sangen, von Gemeindereferent Hans Salzinger auf der Gitarre begleitet, dieses Lied, das von der Vorliebe des Pfarrers für alte Gerätschaften, seiner Jagdleidenschaft, sowie seiner Liebe zum Feiern handelte.

Pfarrer Ludwig Samereier berichtete von einer Begegnung mit Bischof Dr. Stefan Oster: Der geistliche Würdenträger zähle auf die Arbeit der Laien im Bistum und schätze diese sehr hoch ein. Der neue Chef des Bistums Passau wolle in zahlreichen Gesprächen möglichst viele Eindrücke sammeln und daraus seine Arbeit abstimmen.

Ausführlich berichtete Pfarrer Samereier über die Geschichte und die Arbeit der Caritas. Diese sei neben der Liturgie und der Verkündigung des Glaubens die dritte Säule der Kirche. Im Bistum Passau sei die Caritas im Jahr 1920 gegründet worden, um "Aufgaben der Kirche gegen die Not der damaligen Zeit wahrzunehmen". Gerade in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg habe die Caritas durch ambulante Krankenpflege, Verköstigung von Hungernden und Fürsorge für Kinder den Bedürftigen geholfen. In der Diözese Passau beschäftige die Caritas rund 5500 Mitarbeiter, die in Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen, in Beratungszentren für Frauen in Not, Suchtkranke und Obdachlose, sowie in Behindertenwerkstätten beschäftigt sind. Weltweit sei die Caritas in über 200 Ländern aktiv, wo sie für Solidarität und soziale Gerechtigkeit einsteht.

Lustige "Szenen aus dem künftigen Pfarrbüro", stellten dann Brigitte Spateneder und Bernadette Pfeffer in einem Sketch vor. Da versucht die Pfarrsekretärin, eine "Beicht-Hotline" zur Entlastung des Pfarrers einzurichten. Mit Ansagen wie "Bei Alkoholmissbrauch drücken Sie die 1" sollte die Beichte automatisiert werden. Diese Darbietung quittierten die Besucher mit viel Applaus.

Geschenke für die "Kümmerer der Pfarrei"Den Pfarrfamilienabend nahmen Pfarrer Ludwig Samereier, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl zum Anlass, um Personen zu ehren, die sich seit vielen Jahren um die Pfarrei bemühen. Nach 15-jährigem Winterdienst bei der Kirche wurde Johann Stamberger mit einem Präsent verabschiedet. Anna Englsperger, Christa Gartmeier, Rosa Reiter und Berta Riedelsheimer sorgen seit vielen Jahren für Sauberkeit im Friedhof. Dafür erhielten sie ebenfalls ein Präsent. Mit einer Urkunde und Blumen dankten die Verantwortlichen Brigitte Gartmeier, die "im Stillen" viele Dienste verrichtet. "Kümmerer der Pfarrei", nannte Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl die Mesnerleute Michael und Irmgard Rothenaicher. Diese verrichteten in uneigennütziger Weise viele Arbeiten und Dienste, die ein Außenstehender nicht einmal erahnen kann. Mit einer Urkunde und Blumen sagten die Pfarreiverantwortlichen dafür ein herzliches "Vergelt`s Gott".

Mit einer Bilderschau über das Geschehen in der Pfarrei während des vergangen Jahres, sowie mit einem gemeinsamen Lied, fand der Pfarrfamilienabend einen harmonischen Ausklang. − hok

 

(ANA vom 29.10.2014)