Eine lange Ehe als Zeugnis des Glaubens

28 Ehepaare feierten mit einem Festgottesdienst den Tag ihres Ehejubiläums

 

Der Altarraum konnte die vielen Jubelpaare nicht fassen, so musste für ein Erinnerungsfoto mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und den beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Brunner und Hilde Baumer (hinten links) in die Kirchenbänke ausgewichen werden. Das Foto entstand von der Empore aus. − Foto: Buchberger

Reischach. "Ihr seid ein leuchtendes Beispiel für die junge Generation": Diese Worte richtete Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier am Sonntagvormittag in der Pfarrkirche St. Martin an die Ehejubilare der Pfarrei. Zum "Tag des Ehejubiläums" waren 28 Paare, mit 25 bis 60 Ehejahren, in das Gotteshaus gekommen, um ihre Ehe weiterhin unter den Schutz Gottes zu stellen.

Die Ehe sei etwas vom Größten und Schönsten, sagte der Geistliche, er wolle seinen Dank für das Zeugnis aussprechen, das die Jubelpaare mit ihrer langen Ehezeit gegeben hätten. Herz und Keimzelle der Kirche sei immer noch die Familie, hier werde der Glaube gelebt. Samereier verglich in seiner Ansprache die Ehe mit der Arbeit in einem Weinberg. So wie ein guter Wein vom Winzer nicht "gemacht" werden könne, so sei auch das gemeinsame Leben in der Ehe ein Geschenk. Es sei nicht selbstverständlich, dass man so lange zusammenleben dürfe, viele Menschen würden ihren Partner oft schon früh verlieren, etwa durch Unfall oder Krankheit. Viele Ehepaare würden sich aber auch auseinander leben, sagte Samereier.

Wenn man den Wein genieße, denke man nicht daran, welch langer und schwerer Reifeprozess hinter diesem läge. So sei auch die Ehe ein mühevoller Reifeprozess der Kraft koste, viele Krisen zu bewältigen. So wie der Weinliebhaber rechtzeitig schaue, dass der Vorrat nicht ausgehe, so sei es auch mit der Liebe. Wenn diese nicht rechtzeitig Nahrung bekomme, könne auch sie ausgehen, so der Geistliche, der allen Paaren den Einzelsegen spendete. Begrüßt wurden die Eheleute von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner. Mit ihrer Stellvertreterin Hilde Baumer überreichte sie den Jubelbräuten nach dem Segen rote Rosen, ein Geschenk der Pfarrei zur Erinnerung an den Festtag. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Reischacher Männerchor unter der Leitung von Alois Beer. Zum Weißwurstfrühstück im Pfarrheim hatten viele Paare ihre Hochzeitsfotos mitgebracht. Auf eine Leinwand projiziert gab es viel zu den einzelnen Hochzeiten zu erzählen, so kam manch amüsante Anekdote an den Tag. Eine Besonderheit gab es bei der musikalischen Begleitung der weltlichen Feier. Hans Zöbl, der mit seiner Ehefrau Hilde selbst Goldene Hochzeit feierte, spielte mit Enkel Simon auf der Ziach für die Paare auf. − mbu

Ehejubiläum feierten für 60 Jahre: Franziska und Josef Waitzhofer, Elisabeth und Markus Baumer; 55 Jahre: Aloisia und Josef Vilsmaier, Hildegard und Josef Hofbauer, Anna und Robert Moosburger, Anna und Josef Unterhuber, Traudl und Franz Donislreiter; 50 Jahre: Berta und Josef Niederhuber, Irmine und Johann Unterhuber, Franziska und Rupert Spirkner, Franziska und Rudolf Wimmer, Hilde und Hans Zöbl, Rosa und Johann Peterbauer, Theresia und Josef Berger; 40 Jahre: Elisabeth und Anton Holzmann, Emma und Joseph Lackerbauer, Mathilde und Alois Demmelhuber, Anneliese und Otto Waitzhofer, Hildegard und Heinrich Leitner, Marianne und Matthias Spielmannleitner, Maria und Johann Hochhäusl, Maria und Franz Werkstetter, Ottilie und Josef Hansbauer, Angela und Adolf Strobl, Therese und Rudolf Prostmaier, Maria und Josef Lichtenwimmer; 25 Jahre: Ingrid und Hermann Kellhuber, Gabriele und Johann Baumer.

(ANA vom 7.10.2014)