Abschied von Sr. Marika und Sr. Christine

Impressionen vom Abschied der Schwestern vom Hl. Kreuz in Reischach

St.-Anna-Fest: Abschied von zwei Schwestern

Marika und Christine verlassen Pfarrverband Reischach - Kostbare Hand-Reliquie als Leihgabe beim Gottesdienst

 


Arbing. Erstmals in einem größeren Rahmen ist am Wochenende das St.-Anna Fest in Ecking begangen worden. In diesem Rahmen fand auch die Verabschiedung der Schwestern Marika und Christine aus dem Dienst im Pfarrverband Reischach statt.
Eine Besonderheit des Festes war die Möglichkeit, eine Hand-Reliquie der Heiligen Anna zu besichtigen, die aus der Nebenkirche Unterzeitlarn/Schönau bei Eggenfelden für das Fest ausgeliehen worden war. Bei der im Altarraum der Kirche aufgestellten Reliquie handelt es sich um eine barocke, äußerst kunstvolle, in feinster Klosterarbeit hinter Glas gefasste und gerahmte Reliquie. Pfarrer Ludwig Samereier freute sich, diese Reliquie beim Festgottesdienst im Gotteshaus mit dabei zu haben.
Nach dem Gottesdienst, der gelungen musikalisch vom Arbinger Kirchenchor und den Waldberger Sängerinnen unter Leitung von Gisela Huber festlich umrahmt wurde, fand vor der Kirche die weltliche Feier statt. Dabei versorgten die Eckinger Frauen die zahlreichen Gäste mit allerlei Köstlichkeiten. Oldtimer-Fans konnten am Nachmittag so manche seltenes Unikat von Motor-Veteranen bestaunen und deren Inbetriebnahme erleben.
Bei Schwester Marika, die nun nach vierjähriger Tätigkeit im Pfarrverband Reischach als Gemeindereferentin Reischach verlässt, hatten sich während des Gottesdienste die Arbinger und Eckinger aufs Herzlichste bedankt. Pfarrer Ludwig Samereier wandte sich direkt an Schwester Marika: „Du hast es in den letzten vier Jahren hier bei uns verstanden, die Menschen für Christus zu begeistern.“ Sie sei für ihn als Pfarrer eine Bereicherung gewesen, sagte der Geistliche. Als Dank überreiche er ihr zwei kleine Ikonen.
Schwester Marika geht ins Haus des Ordens nach Altötting zurück und wird dort in Zukunft für die Ausbildung zuständig sein, sagte Samereier. In der Ordensleitung würden die guten Leute in der Ausbildung gebraucht, doch für den Pfarrverband Reischach sei der Weggang schmerzlich, fügte er hinzu.
Auch an Schwester Christine überreichte er als Dank für ihre Tätigkeit vor allem bei den Krankenbesuchen und im Pfarrbrief-Team ein Präsent.
Die Vorsitzende des Arbinger Pfarrgemeinderates, Elisabeth Sigrüner, trug ein Gedicht für den weiteren Weg der beiden Ordensschwestern vor und sagte „Vergelts Gott“ mit einem Blumengruß.
Im Namen der Landjugend Arbing bedankten sich Veronika Sigrüner und Andrea Obereisenbuchner bei den beiden beliebten Schwestern. Die Jugend finde es „schade“, dass die beiden den Pfarrverband verlassen.
Im Namen der „Frohschar“ (jüngere Jugendliche) dankte Katharina Gruber Sr. Marika für die Unterstützung all die Jahre über. Sie habe immer Zeit für die Frohschar aufgebracht.
Hermann Schächner bedankte sich im Namen der Kircheverwaltung dafür, dass sich die beiden Ordensschwestern in der Vergangenheit intensiv für die Kinder, Jugend, aber auch ganz besonders für die älteren Menschen des Pfarrverbandes eingesetzt hätten.
Die Mitglieder des Jugendchors Reischach/Arbing, den Schwester Marika all die Jahre mit viel Freude und Leidenschaft zur Musik geleitet hat, zeigten ihren persönlichen Dank in Form von Sonnenblumen und einem Liedvortrag: Wie es im Text hieß, sollte die eine Sonnenblume Dank für die geschenkte Freundlichkeit stehen, die andere für die erfahrene Hilfsbereitschaft, das Verständnis, das Vertrauen und die Freude an der Musik, die die Schwestern mit ihnen geteilt haben.
Am Ende des Gottesdienstes bedankten sich Schwester Marika und Schwester Christine für die schöne Zeit in Reischach und die Offenheit, die ihnen die Gläubigen im Pfarrverband all die Jahre über entgegengebracht hätten. Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Samereier war nach ihren Worten immer angenehm und sie hätten sich hier „aufgenommen gefühlt wie daheim“, so Marika.
Der Erlös aus der Kirchensammlung und aus dem weltlichen Teil des Anna-Festes kommt der Kirche in Ecking zugute, da bei dieser in Kürze größere Reparaturen und Renovierungsmaßnahmen anfallen.
dm

(ANA vom 29.7.08)