Die Pfarrfamilie zog Jahresbilanz

Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate - Ehrungen, Lieder und Gedichtvorträge


Reischach. Gut besucht war der Pfarrfamilienabend im Reischacher Hof. Dabei berichtete der neue Pfarrvikar Pater Kishore aus Indien, wie ihm die Umstellung von Asien aufs Holzland gelungen ist.

Eingangs erinnerte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer an die Geschehnisse im abgelaufen Jahr. Der Pfarrgemeinderat habe sich seit dem Pfarrfamilienabend 2008 zu fünf Sitzungen getroffen. Unter anderem habe man über die Zahl der Kirchenbesucher diskutiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass es im Pfarrverband ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Gottesdiensten und Andachten gebe, so dass es nicht an Gelegenheiten mangele in die Kirche zu gehen. „Wir sind der Meinung, wir sollten beim Gottesdienst nicht über die Köpfe hinwegschauen, wer nicht da ist, sondern uns über alle freuen, die sich Zeit genommen haben und gekommen sind.“

Weiter erwähnte Hölzlwimmer den Ausflug der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungsmitglieder des Pfarrverbandes nach Neumarkt/St. Veit. Das Thema war „Die Schlacht bei Neumarkt vor 200 Jahren“ - damals kämpften Napoleons Truppen auch gegen Soldaten aus Reischach. Ferner habe der Pfarrgemeinderat Planung und Organisation kirchlicher Feste und Veranstaltungen übernommen, etwa den Sektempfang am Firmtag, den Ordnerdienst bei der Erstkommunion und die Bewirtung der Ehejubilare. Abschließend dankte er Max Vilsmaier und Benjamin Auer für die Pflege der Homepage der Pfarrei bzw. des Pfarrverbandes.

Für die Kirchenverwaltung Reischach sprach Franz Burgstaller in Vertretung von Ludwig Demmelhuber. Wie er sagte, ist die Kirchenverwaltung zuständig für die Geldverwaltung, den Zahlungsverkehr, den Erhalt der kirchlichen Gebäude wie Pfarrheim, Pfarrhof, Priesterhaus, Kindergarten, Ambulante Krankenpflege und Friedhof mit WC-Anlage. Dazu seien drei Haushalte nötig: Jener der Kirchenstiftung Reischach mit Friedhof, der des Kindergartens Reischach und jener der ambulanten Krankenpflege.

Die Sanierung des Kirchendaches sei die größte Maßnahme der Kirchenstiftung - sie sei fast fertig. Die geplanten Kosten beliefen sich auf 220 000 Euro, davon zahle die Gemeinde fünf Prozent, 65 Prozent würden als Kirchensteuermittel aus Passau zugesteuert. Den Rest von 60 000 Euro müsse die Pfarrei tragen. An Spenden sind nach den Worten von Burgstaller bis jetzt etwa 10 000 Euro eingegangen - es bestehe also noch eine große Lücke.

Ein neuer Kirchenführer für die sieben Kirchen sei mit großer Hilfe von Heimatpfleger Alois Stockner in einer Auflage von 3000 Stück erstellt worden und nun käuflich erhältlich, so Burgstaller weiter.

Weiter richtete er das Augenmerk auf den Kindergarten St. Martin: Diesen besuchten zum Ende des Kindergartenjahres 87 Kinder. Seit September gibt es eine neue Kleinkindergruppe, in der Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren untergebracht werden. Derzeit besuchen den Kindergarten 75 Kinder, ab drei Jahren in drei Gruppen und die Kleinkindergruppe wird von elf Kinder unter drei Jahren besucht.

Auf die ambulanten Krankenpflege eingehend, sagte Burgstaller, hier würden derzeit 100 Patienten in den umliegenden Gemeinden von den Schwestern versorgt, manche bis zu drei Mal täglich, wie er in seinem Vortrag informierte. Der Fuhrpark besteht aus fünf Fahrzeugen. Eine große Stütze sei der Förderverein mit 330 Mitgliedern.

Für die Kirchenverwaltung Endlkirchen erwähnte Martin Peterbauer, dass die Erneuerung des Sakristeidaches erfolgt und Finanzen solide seien.

Einige Mitglieder des Kirchenchores wurden am Abend geehrt: Meinrad Hofbauer und Ursel Werkstetter für je 40 Jahre und Cilli Reiter und Hedwig Pilzweger für 25 Jahre Treue zum Chor.

Aufmerksam wurden die Schilderungen von Pater Kishore über sich und seine Heimat Indien verfolgt. Er erwähnte die Umstellung auf die für ihn fremde Sprache und die anderen Essgewohnheiten.

Musikalisch wurde der Abend unter der Leitung von Sieglinde Kalusok vom Kinderchor mit zwei Liedern umrahmt. Auch der Singkreis mit Klaus Hölzlwimmer an der Spitze präsentierte flotte Lieder, wie ein englisches mit freier bairischer Übersetzung. Mit Bildern aus dem Pfarrleben, vorgestellt durch Robert Saliter und Hans Hansbauer klang der Abend aus.  - dm

(ANA vom 6.11.2009)