„Herr, ich bin bereit“

Schwester vom Heiligen Kreuz Mirjam Sprenger legte ihre Ewigprofess ab

Altötting. Es war ein Fest der Schwestern vom Heiligen Kreuz, aber auch ein Fest der Jugend, ein Fest der Kirche, als Sr. Mirjam Sprenger am Samstag in der Herz-Jesu-Anbetungskirche sechsmal ihr „Ich bin bereit“ sprach und ihr handgeschriebenes Professversprechen der Provinzoberin der Kongregation, Sr. Hedwig Cichy, übergab.
Domkapitular Prälat Josef Fischer war von Bischof Wilhelm Schraml beauftragt, zusammen mit der Provinzoberin das Versprechen der Schwester entgegenzunehmen und sie zu segnen. Mit ihm zelebrierten Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl, Wallfahrtscustos P. Andreas Kaiser und Pfarrer Ludwig Samereier von Reischach den Gottesdienst. In Gegenwart ihrer Eltern Gerhard und Maria Sprenger, ihrer Oma und ihres Bruders sowie vieler Gäste aus ihrer Heimat und ihren Wirkungsorten sagte Sr. Mirjam ihr „Ich bin bereit“, sich durch die ewige Profess noch enger an Gott zu binden und sich ihm ganz zu schenken. Sie versprach ihre Bereitschaft, mit der Gnade Gottes für immer ein Leben in eheloser Keuschheit, in Armut und Gehorsam zu führen und so Christus nachzufolgen. Sr. Mirjam erklärte sich auch bereit, den Weisungen des Evangeliums zu folgen, die Regel der Gemeinschaft zu beobachten, in der Kraft des Heiligen Geistes der Kirche zu dienen und sich gemäß dem Charisma der Kongregation für das Leben einzusetzen.
Es herrschte absolute Stille in der vollbesetzten Kirche, als Sr. Mirjam die Profess-Formel sprach und das handgeschriebene Versprechen der Provinzoberin übergab. Diese legte es auf den Altar. Dort unterzeichneten Schwester, Provinzoberin und Zelebrant das Protokoll. Nach dem Segensgebet über die Schwester entzündete Sr. Hedwig die Professkerze an der Osterkerze und übergab sie Sr. Mirjam mit den Worten: Jesus Christus, der das Licht der Welt ist, begleitet dich auf all deinen Wegen, damit du viele Menschen für ihn begeistern kannst.
Die Kommunionkinder aus dem Pfarrverband Reischach bildeten nach dem Gottesdienst für Sr. Mirjam ein Spalier, das den Auftakt für das große Gratulieren im Garten des Provinzhauses bildete. Jemand drückte der glücklichen Schwester einen Strauß roter Rosen in die Hände. Diese Rosen waren ein lebendiges Bild für das, was Bruder Andreas in seiner Predigt zu Sr. Mirjam sagte: „Deine Bereitschaft, Gott dein Leben hinzugeben, ist Ausdruck dankbarster Liebe zu dem, der dich ins Leben rief und sagte: Dich will ich und ich will dich ganz.“ Antwortendes Liebeslied von Sr. Mirjam sei „Es lebe Jesus in unseren Herzen!“ Dieses Wort steht auf dem Professbildchen von Sr. Mirjam und stammt von der Ordensgründerin der Schwestern vom Heiligen Kreuz, Sr. Bernarda Heimgartner.
Sr. Mirjam stammt aus Thundorf bei Ainring und war vor ihrem Eintritt ins Kloster Bürokauffrau in einem Seniorenstift. Von 1998 bis 2002 studierte sie an der Fachakademie für Gemeindepastoral in Neuburg a. d. Donau und wurde zur Gemeindereferentin ausgebildet. Nach der Erstprofess 2004 war sie bis 2008 als Referentin in der Pfarrgemeinde Burgkirchen tätig. Seit 2008 übt sie diesen Beruf in Reischach aus. Sie wohnt in einer kleinen Gemeinschaft der Schwestern vom Heiligen Kreuz in Neuötting und ist verantwortlich für die Berufungspastoral. Alle zwei Wochen findet dort ein geistlicher Abend für junge Leute statt.  - hp

(ANA vom 4.8.2010)