KAB ernennt Pfarrer Samereier zum Präses

»Ich will mein Möglichstes für den Verein tun’


Erlbach (st). Beim Jahreshauptfest der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) am Sonntag in der Pfarrkirche ist Ortspfarrer Ludwig Samereier zum neuen Präses der Orts-KAB ernannt worden.
Die Ernennung wurde von Diözesansekretär Klaus-Peter Burmann und vom KAB-Vorstand Rudi May vorgenommen. Damit tritt Samereier die Nachfolge des früheren Pfarrers Manfred Lechl an, der Ende 2003 aus dem Priesterdienst ausgeschieden war. Ein Präses wirkt als geistlicher Beistand der Vereinsführung.
Beim anschließenden Gabelfrühstück im Gasthaus Prostmeier referierte der Ortspfarrer humorvoll über Würde und Sinn der Arbeit. Er sagte, dass der Mensch zur Arbeit geboren sei wie der Vogel zum Flug.
Er ging auch auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahren ein: Früher hätten die Leute nach getaner Arbeit noch Zeit für sich selber und gesellschaftliche Aufgaben gehabt. Heute müsse man sich fast entschuldigen, wenn man vor lauter Stress und Hektik noch keinen Herzinfarkt gehabt habe. Den Arbeitnehmern werde immer mehr abverlangt.
»Jeder Mensch, der sich selbst in der Arbeit verwirklichen kann, hat auch Recht auf Arbeit’, so der Geistliche. Der Mensch bringe Harmonie und Ordnung in die Welt, wenn er mit dem Glauben verbunden ist. Man könne einem Menschen alles nehmen, aber nicht den Sonntag, denn dieser gehöre dem Menschen selber und der Familie. In der Bibel heiße es, »am siebten Tage sollst du ruhen.’
Samereier dankte den KAB-Mitgliedern für die Ernennung zum Präses, und versicherte, dass er sein Möglichstes für den kirchlichen Ortsverein tun werde.
Mit den Worten: »Bete und arbeite’ schloss Rudi May das Jahreshauptfest. Eingangs waren die Ehrenvorstände Elfriede und Josef Rothenaicher sowie Bürgermeister Josef Ostermeier besonders begrüßt worden.

(ANA vom 9.3.05)