Dem Regen zum Trotz: Segen für Ross und Reiter


35. Leonhardiumritt in Steinhausen mit 45 Pferden – 200 Besucher bei der Brauchtum-Veranstaltung


Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger


Erlbach. Vor der Kulisse der alten Wallfahrtskirche St. Leonhard in Steinhausen fand am Samstagnachmittag der Leonhardiumritt statt, bedingt durch regnerisches Wetter allerdings in deutlich abgespeckter Form. Nur 45 Pferde mit ihren Reitern, erwartet war die doppelte Anzahl, fanden den Weg zu einer der ältesten Pferdewallfahrten Bayerns.

Urkundlich aufgezeichnet ist der Umritt bereits seit 1756, nach seiner Wiedereinführung im Jahr 1978 ging die kirchliche Brauchtumsveranstaltung damit in die 35. Runde. Und auch die Besucherzahl blieb dem schlechten Wetter geschuldet hinter den Erwartungen zurück. Immerhin hatten sich aber doch etwa 200 Zuschauer zur ansonsten wunderschönen Herbstlandschaft vor der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes begeben, sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Festlich herausgeputzt bekamen Ross und Reiter bei ihrem Umzug durch Pfarrer Ludwig Samereier auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard den Segen Gottes.


Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Nicht leicht hatte es die Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher, die Sonderpreise zu vergeben. Schließlich entschieden sich die Juroren, den Schönheitspreis an Fred Kaiser aus Wald zu vergeben. Den Mehrheitspreis sicherten sich einmal mehr die Gerataler Pferdefreunde aus Mitterskirchen. Kajetan Rasp aus Reischach sahnte schließlich mit seinem herausgeputzten Gefährt den Kutschenpreis ab. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln – waren wie die Jahre zuvor von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, aber auch von den Rathauschefs Erlbachs und Reischachs, Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier, gestiftet worden. Wie im Vorjahr sicherte sich Marina Bauer aus Reischach mit ihrem Pferd den Kinderschönheitspreis, während der jüngste Reiter, der vierjährige Stefan Schichl aus Wurmannsquick, den Kinderjugendpreis in Empfang nehmen durfte.

Traditionell spendete die Familie Dr. Basting, die direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche, für alle Teilnehmer eine Gedenkrosette, diesmal in den Farben Grün und Grau gehalten. Auch deren Hündin, die fünfjährige Bernhardinerin "Polly", erhielt wie die Jahre zuvor am Ende des Umzugs den Segen Gottes. Musikalisch lag die Veranstaltung bei der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit auch nach dem Patroziniumsgottesdienst zum Umrittgelände. Vollgefüllt war danach das BRK-Zelt der Landjugend. Hier ließen sich viele Besucher "Kiachen" und Brotzeiten schmecken.  − mbu

(ANA vom 11.11.2013)

 

Dem Regen zum Trotz: Segen für Ross und Reiter

35. Leonhardiumritt in Steinhausen mit 45 Pferden – 200 Besucher bei der Brauchtum-Veranstaltung
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Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger

Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger

Erlbach. Vor der Kulisse der alten Wallfahrtskirche St. Leonhard in Steinhausen fand am Samstagnachmittag der Leonhardiumritt statt, bedingt durch regnerisches Wetter allerdings in deutlich abgespeckter Form. Nur 45 Pferde mit ihren Reitern, erwartet war die doppelte Anzahl, fanden den Weg zu einer der ältesten Pferdewallfahrten Bayerns.

Urkundlich aufgezeichnet ist der Umritt bereits seit 1756, nach seiner Wiedereinführung im Jahr 1978 ging die kirchliche Brauchtumsveranstaltung damit in die 35. Runde. Und auch die Besucherzahl blieb dem schlechten Wetter geschuldet hinter den Erwartungen zurück. Immerhin hatten sich aber doch etwa 200 Zuschauer zur ansonsten wunderschönen Herbstlandschaft vor der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes begeben, sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Festlich herausgeputzt bekamen Ross und Reiter bei ihrem Umzug durch Pfarrer Ludwig Samereier auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard den Segen Gottes.
Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Nicht leicht hatte es die Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher, die Sonderpreise zu vergeben. Schließlich entschieden sich die Juroren, den Schönheitspreis an Fred Kaiser aus Wald zu vergeben. Den Mehrheitspreis sicherten sich einmal mehr die Gerataler Pferdefreunde aus Mitterskirchen. Kajetan Rasp aus Reischach sahnte schließlich mit seinem herausgeputzten Gefährt den Kutschenpreis ab. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln – waren wie die Jahre zuvor von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, aber auch von den Rathauschefs Erlbachs und Reischachs, Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier, gestiftet worden. Wie im Vorjahr sicherte sich Marina Bauer aus Reischach mit ihrem Pferd den Kinderschönheitspreis, während der jüngste Reiter, der vierjährige Stefan Schichl aus Wurmannsquick, den Kinderjugendpreis in Empfang nehmen durfte.

Traditionell spendete die Familie Dr. Basting, die direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche, für alle Teilnehmer eine Gedenkrosette, diesmal in den Farben Grün und Grau gehalten. Auch deren Hündin, die fünfjährige Bernhardinerin "Polly", erhielt wie die Jahre zuvor am Ende des Umzugs den Segen Gottes. Musikalisch lag die Veranstaltung bei der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit auch nach dem Patroziniumsgottesdienst zum Umrittgelände. Vollgefüllt war danach das BRK-Zelt der Landjugend. Hier ließen sich viele Besucher "Kiachen" und Brotzeiten schmecken.  − mbu

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